Stachelwarzen

Die Stachelwarzen ähneln einem kleinen und gutartigen Tumor. Im Normalfall sind Stachelwarzen kein gesundheitliches, sondern eher ein ästhetisches Problem. Stachelwarzen werden auch als vulgäre Warzen oder gewöhnliche Warzen bezeichnet. Diese vulgären Warzen werden vom sogenannten humanen Papillomvirus übertragen, dies geschieht durch eine Schmierinfektion der Stachelwarzen. Das bedeutet, dass die Ansteckungsgefahr an vulgäre Warzen dadurch sehr groß ist.

Wie sehen Stachelwarzen aus?

Als Erstes haben Stachelwarzen die Form von Knötchen, die sehr hart sind und sich wölben. Im Normalfall haben vulgäre Warzen eine Erbsengröße. Später fangen die vulgären Warzen an zu verhornen und bekommen meist eine gräuliche Farbe. Es ist möglich, dass sich rund um die Stachelwarze sogenannte Tochterwarzen bilden. Zu Anfang sind die vulgären Warzen noch sehr klein.

Was für Varianten vulgärer Warzen gibt es?

Es gibt unterschiedliche Varianten der vulgären Warzen, dazu gehören: die Stachelwarzen, auch vulgäre Warzen, die am häufigsten vorkommen. Diese werden durch den humanen Papillomvirus übertragen. Zu dieser Warzenart gehört auch die Fleischerwarze. Vor allem an den Händen von Metzgern ist diese Warze zu finden, da in diesem Berufszweig oft Hautverletzungen auftreten, die dann mit frischem Fleisch in Verbindung kommen können. Hierdurch entstehen oft vulgäre Warzen.

Eine weitere Warzenart ist die Fußsohlenwarze. Diese ist auch als Dornwarze oder Sohlenwarze bekannt. Auch diese werden durch eine Schmierinfektion mit den humanen Papillomviren ausgelöst. Die Inkubationszeit kann hier mehrere Monate dauern. Feigwarzen sind ebenfalls bekannt unter Feuchtwarzen oder Genitalwarzen. Die zuerst nur Millimeter großen Knötchen sind sowohl weißlich als auch fleischfarben und an den Geschlechtsorganen oder aber auch im Analbereich zu finden. Sie haben denselben Übertragungsweg wie die anderen Warzenarten auch, nämlich über eine Schmierinfektion mit dem humanen Papillomvirus. Der Übertragungsweg ist hauptsächlich durch den Geschlechtsverkehr möglich.

Die Dellwarzen sind auch bekannt als Schwimmbadwarzen oder Mollusken. Allerdings gehören diese eigentlich nicht zum Krankheitsbild der Warzen, auch wenn sie diesen sehr ähnlich sehen. Diese können am ganzen Körper auftreten und haben in ihrer Mitte oft eine Delle. Auch diese werden per Schmierinfektion übertragen, allerdings vom Molluscum-contagiosum-Virus. Die Flachwarzen sind zwar flach, aber dennoch auch rund oder aber mehreckig. Meist sind diese weich und haben eine Hautfarbe, bis hin zu einem grau-gelb, in manchen Fällen sind sie aber auch braun.

Die Pinselwarzen kommen am häufigsten im Gesicht vor. Es sind Wucherungen, die fadenförmig sind. Auch diese werden ebenfalls per Schmierinfektion mit den humanen Papillomviren ausgelöst. Bei Erwachsenen, vorwiegend ab dem 50. Lebensjahr, kommen vermehrt die sogenannten Alterswarzen vor. Diese sind rundlich oder aber auch oval und sind hellbraun bis hin zu braunschwarz. Obwohl sie meist sehr harmlos sind, können sie teilweise trotzdem etwas jucken. Bisher ist nicht bekannt, wodurch diese Art der Warzen verursacht werden.

Häufigkeit und Ursache der Stachelwarzen

Da die Stachelwarzen durch eine Schmierinfektion übertragen werden, besteht eine sehr hohe Ansteckungsgefahr. Stachelwarzen sind mit einem Anteil von 70 Prozent die häufigste auftretende Art der vulgären Warze. Bei den Zwölfjährigen haben ca. 20 Prozent eine solche vulgäre Warze. Im Erwachsenenalter sind es nur noch 2 bis 3 Prozent, die Stachelwarzen mit sich tragen.

Besonders Personen mit einer geschwächten Abwehr sind von den vulgären Warzen betroffen. Jedoch treten Stachelwarzen bei Personengruppen jeden Alters auf. Sie können sowohl einzeln, als auch in einer Gruppe von vulgären Warzen auftreten. Sehr oft werden die vulgären Warzen auch in Schwimmbädern übertragen. Es ist aber auch möglich, sich die Infektion der Stachelwarzen beispielsweise in einem Hotelzimmer einzufangen. Überall wo Menschen ohne Socken und Schuhe herumlaufen, können infizierte Hautschuppen mit Stachelwarzen zurückbleiben. Beim nächsten, der darüber läuft, können diese Hautschuppen mit der Infektion der vulgären Warzen haften bleiben und somit wird die Infektion der Stachelwarze weitergegeben.

Je nachdem, wo die vulgäre Warze sitzt, ist es auch möglich, sie durch ein einfaches Händeschütteln zu übertragen. Meistens bilden sich die Stachelwarzen an den Fingern, unter der Nagelplatte oder auch im Gesicht. Im Normalfall sind die vulgären Warzen stecknadelkopfgroß, können aber auch eine Erbsengröße annehmen. Das Aussehen der Stachelwarzen ist rau und schuppig. Die Wucherung erinnert an einen Blumenkohl. Die Farbe kann oft rötlich oder auch Hautfarben sein, teilweise bestehen Schuppen auf den vulgären Warzen, die weißlich sind.

Die Stachelwarze wächst über Wochen oder Monate hinweg sehr langsam, allerdings bestehen normalerweise keine Schmerzen durch die vulgären Warzen. Typischerweise beginnt die Infektion mit einer einzelnen vulgären Warze, diese kann allerdings mit der Zeit bis über die ganze Hand streuen. Teilweise wird sogar die gegenüberliegende Hand mit Stachelwarzen infiziert. Das sind die sogenannten Tochterwarzen. Diese entstehen durch eine Selbstansteckung des eigenen Körpers mit vulgären Warzen. Das infektiöse Material der Stachelwarzen kann beispielsweise beim Kratzen auf andere Körperstellen übertragen werden.

Vulgäre Warzen können oft auch eine extreme Größe annehmen. Dies geschieht, wenn mehrere Stachelwarzen zu einem Beet zusammenwachsen. Dornartig können vulgäre Warzen an den Fußsohlen wachsen. Die Dornwarzen sind eine Variante der Stachelwarzen. Da das ganze Körpergewicht auf dieser vulgären Warze lastet, kann diese unter Umständen starke Schmerzen hervorrufen.

Die Stachelwarzen sind sehr häufig an Händen und Füßen zu finden, eher seltener an Körperstellen wie den Unterarmen oder den Knien. Selten befinden sich die vulgären Warzen in den Gesichtsregionen. Bei einer Immunschwäche ist es allerdings möglich, dass die Stachelwarzen an eher ungewöhnlichen Stellen und dazu ganz plötzlich auftreten. Auch eine massive Besiedelung von vulgären Warzen kann ein Zeichen einer Immunschwäche sein, was möglichst bald von einem Facharzt abgeklärt werden sollte. Da Kinder um einiges häufiger betroffen sind von Stachelwarzen als Erwachsene, kann man vermuten, dass eine Art der Selbstimpfung stattfindet.

Symptome von Stachelwarzen

Da es ganz unterschiedliche Arten von vulgären Warzen gibt, sind natürlich auch die Symptome unterschiedlich. Eine genaue Diagnose der vulgären Warzen sollte im Normalfall der Hautarzt oder der Kinderarzt stellen. Von dem Zeitpunkt der Infektion bis sich die Stachelwarze ausbildet können 1 bis 21 Monate vergehen, die Inkubationszeit der vulgären Warzen variiert hier enorm.

Zu Anfang haben die vulgären Warzen nur eine Größe von zwei bis drei Millimetern. Die harte Wölbung hat eine Hautfarbe. Später werden sie nicht nur größer, sondern sie bekommen durch die Verhornung auch eine raue Oberfläche. Wie genau sich die vulgären Warzen gestalten, hängt ganz vom Ausbildungsort ab. Halbkugelförmig sind sie zumeist an Handrücken und Fingern, abgeflacht dagegen eher an Stellen wie den Zehen und den Fingern. Lange, fadenförmige Warzen treten oft an den Augenliedern auf.

Diagnose von Stachelwarzen

Um eine Diagnose der Stachelwarzen zu stellen, genügt oft schon der Blick auf das Erscheinungsbild und den Ort, an dem die vulgären Warzen auftreten. Die rauen Knötchen, die oft sehr erhaben sind, haben eine schuppige und unregelmäßige Oberfläche. Oft findet man in der Mitte der Stachelwarzen kleine Punkte, die eine schwarze Farbe haben. Wenn die Stachelwarzen einem hohen Druck ausgesetzt sind, können Sie sich auch zu schmerzhaften Dornwarzen entwickeln. Dies kann beispielsweise am Fußballen der Fall sein. Am übrigen Körper und auch im Gesicht finden sich eher flache Warzen, die eine rötliche Färbung haben und leicht rau erhoben sind.

Oftmals ist eine Behandlung von Stachelwarzen nicht notwendig, da die vulgären Warzen nach einiger Zeit wieder alleine verschwinden. Trotzdem sollte man auf jeden Fall einen Hautarzt oder einen Kinderarzt um Rat fragen, wenn man vulgäre Warzen hat. Es ist auch möglich, dass der Hautarzt die Stachelwarzen mit einer Essigsäure betupft, um eine Diagnose stellen zu können. Diese nimmt dann eine weiße Verfärbung an, im Gegensatz zur restlichen Haut. Entdeckt werden können so auch Infektionsstellen von Stachelwarzen, die nicht sichtbar sind. Zudem kann es in manchen Fällen erforderlich sein, dass der Arzt eine Gewebeprobe oder einen Abstrich der Stachelwarzen nimmt.

Behandlung von vulgären Warzen

Vulgäre Warzen sind zwar eher unschön doch in der Regel sind diese Wucherungen gutartig. Oft müssen vulgäre Warzen auch nicht behandelt werden und heilen trotzdem wieder aus. Normalerweise verschwinden die Stachelwarzen nach einiger Zeit wieder, allerdings ist es auch möglich, dass eine Behandlung sehr lange andauern kann. Als Folge von aggressiven Behandlungsmethoden können auch Narben von vulgären Warzen zurückbleiben. Ansonsten bleiben normalerweise keine Narben zurück.

Auch wenn vulgäre Warzen oft von selbst abheilen, gibt es doch eine große Menge an unterschiedlichen Heilmitteln der Stachelwarzen. Allerdings steht nicht bei jedem dieser Mittel auch ein zweifelsfreier Heileffekt fest. Da die Stachelwarzen oft von ganz alleine verschwinden, kann man nicht genau festlegen, ob die Heilung der Stachelwarze eventuell auch auf die Behandlung zurückzuführen ist.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um die vulgären Warzen zu behandeln. Bei Warzenpflastern oder auch Warzentinkturen sollen die vulgären Warzen, mittels einer Säure wie Salicylsäure oder Milchsäure weggeätzt werden. Hierbei muss man beim Auftragen auf die Stachelwarze sehr vorsichtig sein, damit keine Verletzung der gesunden Haut entsteht. Um diese zu schützen, kann vor der Behandlung eine Zinkpaste rund um die Stachelwarzen aufgetragen werden. Da diese Mittel aber nicht gegen den Virus wirken, muss die Behandlung der vulgären Warzen so lange fortgesetzt werden, bis die kompletten Stachelwarzen verschwunden sind und mit ihr zusammen auch der Virus.

Beim Arzt werden die vulgären Warzen auch oft vereist, dies geschieht durch flüssigen Stickstoff. In der homöopathischen Behandlung werden oft Thuja-Extrakt Verdünnungen gegen die Stachelwarzen eingesetzt. Die Lösungen kann man entweder zum Einnehmen oder auch zum Auftragen bekommen. Bei Dornwarzen ist es meist der Fall, dass der Hautarzt diese vereist und ausschabt. Danach können sie elektrisch verschorft oder aber auch gelasert werden. Allerdings ist es in diesem Falle möglich, dass Narben von den vulgären Warzen zurückbleiben.

Da sich Stachelwarzen teilweise sehr hartnäckig halten können, ist es möglich, dass mehrere Behandlungen notwendig werden. Aber auch selbst kann man einiges tun gegen die Stachelwarzen: Bei einem Alter über 45 Jahren sollte man, wenn man sehr viele vulgäre Warzen hat, auf jeden Fall zum Arzt gehen. Dieser muss ausschließen, dass eventuell eine der Stachelwarzen oder auch mehrere vulgäre Warzen eine Wucherung darstellen, die bösartig ist.

Außerdem sollte man an den vulgären Warzen keine eigenhändigen, chirurgischen Maßnahmen durchführen. Durch das eigenständige Schneiden oder Beißen an der vulgären Warze können Viren freigesetzt werden, wodurch eine Infizierung der Stachelwarzen an anderen Körperstellen möglich ist. Zudem können dadurch auch noch andere Personen mit den Stachelwarzen angesteckt werden.

Außerdem kann man sich Pflaster besorgen, wodurch die Stachelwarzen weggeätzt werden. Hierbei sollte man darauf achten, dass vor jeder der Behandlungen die zuvor weggeätzten Hautzellen abgetragen werden. Am besten macht man dies nach einem Bad mit einem Bimsstein. Hier muss aber darauf geachtet werden, dass die Stelle der Stachelwarzen, die behandelt wird, nicht anfängt zu bluten. Die Behandlung kann auch mit speziellen Vereisungssprays aus der Apotheke erfolgen. Diese sprüht man lokal auf vulgäre Warzen auf. Im Idealfall sollte diese nach einigen Tagen abfallen. Hier muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die gesunde Haut nicht mit vereist, wird, sondern nur die vulgären Warzen.

Es gibt auch viele Hausmittel, wobei hier vermutlich nur der Placebo-Effekt wirkt. Dazu zählt das Besprechen von Stachelwarzen oder auch das Benutzen verschiedener Kräutertinkturen auf den vulgären Warzen. Allerdings besteht auch immer noch die große Chance, dass der Körper bzw. das Abwehrsystem eine Selbstheilung gegen die Stachelwarzen einleitet. Es gibt aber auch vulgäre Warzen, die bis tief in das Gewebe hineinreichen. Diese Stachelwarzen müssen unter Umständen mit einem scharfen Löffel ausgeschabt werden. Dies geschieht unter lokaler Betäubung. Allerdings besteht bei der Art dieser Behandlung die Gefahr, dass starke postoperative Schmerzen auftreten können.

Vorbeugung von vulgären Warzen

Es gibt natürlich auch einige Präventionsmaßnahmen gegen vulgäre Warzen, die man unbedingt beachten sollte. Ganz besonders nach dem Besuch des Schwimmbades fehlt der Haut, die nun sehr feucht ist, ein Talgfilm, der sie schützt. Aus diesem Grunde sollte man bei dem Besuch von öffentlichen Einrichtungen wie einem Schwimmbad oder der Sauna auf jeden Fall Badeschuhe tragen. Dies ist eine gute Vorbeugung gegen Stachelwarzen.

Natürlich ist nicht nur feuchte Haut sehr anfällig für Stachelwarzen, sondern im Gegensatz hierzu auch extrem trockene Haut, die natürlich leicht rissig ist und hiermit anfällig für vulgäre Warzen. Am häufigsten den Angriffen von Stachelwarzen ausgesetzt sind die Hände. Diese berühren täglich Zeitungen, Griffe in Bus und auch U-Bahnen und selbstverständlich bei Begrüßungen, Verabschiedungen und ähnlichem, auch die Hände von Anderen. Eine Vorsichtsmaßnahme gegen Stachelwarzen ist das Eincremen der Hände mit einer möglichst fettreichen Creme. Dabei sollte auch der Nagelfalz nicht außer Acht gelassen werden.

Sollten aber trotzdem Stachelwarzen entstehen, so ist es sehr wichtig, die umgebene Hautregion mit einem extra Handtuch zu trocknen. So verhindert man, dass die Viren der vulgären Warzen über das Handtuch auf andere Körperstellen übertragen werden. Das Handtuch sollte auf jeden Fall häufig gewechselt und auch sehr heiß gewaschen werden.

Auf gar keinen Fall sollte an vulgären Warzen gekratzt werden. Immer wieder ist zu beobachten, dass sich Stachelwarzen entlang der gebildeten Kratzspuren ausbreiten. Da man nie genau weiß, ob die vulgären Warzen von alleine wieder verschwinden oder ob die Stachelwarzen eine Behandlung benötigen, sollte man in jedem Falle frühzeitig einen Arzt aufsuchen, der sich die Stachelwarzen näher anschaut, sobald man unter vulgären Warzen leidet, denn je älter die vulgären Warzen werden, umso hartnäckiger können diese auch werden.