Juvenile Warzen

Juvenile Warzen unter die Lupe genommen

Im Volksmund werden sie auch flache Warzen genannt: juvenile Warzen. Juvenile Warzen sehen unschön aus, können schmerzhaft sein und sind einfach nur unangenehm. Am liebsten möchten sich Menschen mit juvenilen Warzen verstecken und bloß keinem die Hände schütteln. Die Warze ist eine Hauterscheinung, die sehr unbeliebt ist und nicht nur Hexen tragen sie. Das Symbol der Zauberzunft ist oft ein sicheres Zeichen dafür, dass sich Viren wohlfühlen.

Juvenile Warzen : Definition

Juvenile Warzen werden auch „Planwarzen“ oder „Flachwarzen“ genannt. Sie erkennen juvenile Warzen daran, dass sie fein gepunktet und meist stumpf sind. Juvenile Warzen sind in der Regel gutartige Geschwulste, die ansteckend sind. Juvenile Warzen sind flach und haben einen Durchmesser von etwa einem bis fünf Millimeter. Im Fachjargon heißen sie „Verrucae planae juveniles“. Die juvenilen Warzen werden durch eine Schmierinfektion übertragen. Das bedeutet, dass eine Übertragung durch Berührung zustande kommen kann. In diesem Fall spielt die mangelnde Hygiene eine große Rolle. Die Warzen haben ein weiches rundes Knötchen, das hautfarben bis gelbgrau ist.

Ganz selten können Sie auch braune juvenile Warzen entdecken. Sie treten in der Regel im Gesicht auf, doch manchmal auch auf dem Handrücken oder Schienbein. Diese Warze befindet sich auf Ihrer Epidermis. Das ist die oberste Hautschicht. Ebenso sind sie begrenzt. Haben Sie eine kleine Verletzung an der Hand oder an Ihrer Schleimhaut, können Sie sich sehr leicht mit den juvenilen Warzen anstecken. Die Infektion findet nur auf der obersten Hautschicht, in deren Zellen statt. Bis Sie allerdings eine juvenile Warze entdecken, können bis zur Bildung mehrere Wochen bis Monate vergehen. Treten Warzen am ganzen Körper auf, sprechen Ärzte von „generalisierter Verrucosis“.

Das Alter spielt bei der Infektion mit Warzen eher keine Rolle, obwohl die juvenilen Warzen viele Kinder und Jugendliche befallen können. Das Wort „juvenil“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „jugendlich“. Das liegt daran, dass während der Pubertät Hormonumstellungen stattfinden und im Kindesalter ist das Immunsystem noch nicht gänzlich ausgeprägt. Das Gesicht, die Hände und die Füße werden von juvenilen Warzen häufig befallen, weil diese Hautstellen eher starken Belastungen ausgesetzt sind. Wie ausgeprägt juvenile Warzen sind, kommt auch darauf an, wie gut Ihr Immunsystem funktioniert. Ist das Immunsystem nicht besonders aktiv, treten häufig juvenile Warzen auf. Das kann auch daran liegen, dass Sie rauchen oder an einer chronischen Erkrankung leiden.

Juvenile Warzen und das Wachstum

Die Viren befallen nur die Epithelzellen. Das Wort „Epithel“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „reichlich“ oder „sprießen“. Es ist im medizinischen Sinne eine Sammelbezeichnung unter anderem für das Drüsengewebe. Das Epithel gehört zu dem Grundgewebe, neben dem Binde-, Nerven- und Muskelgewebe. Bei der kleinsten Verletzung, die nicht zügig desinfiziert wird, können die Viren in die oberste Hautschicht (Epidermis) eindringen und schon entstehen juvenile Warzen. Durch einen bestimmten Vermehrungszyklus entsteht ein starkes Zellwachstum. Ist dies der Fall bilden sich entsprechende Blutgefäße, damit die juvenile Warze versorgt wird.

Es kann mehrere Monate dauern, bis Sie eine juvenile Warze entdecken. Experten nennen dies Inkubationszeit. Und plötzlich können sie Sie sehen – wie von Zauberhand. Und plötzlich – wie von Zauberhand – können Sie aber auch wieder verschwinden. Auch Narben bleiben in der Regel nicht. Bevor Sie sich einer Behandlung unterziehen, sollten Sie gegebenenfalls erst einmal abwarten und etwas Geduld haben. Denn es kann durchaus Wochen oder Monate dauern, sogar Jahre, bis juvenile Warzen wieder verschwinden. Möchten Sie nicht so lange warten, gibt es mehrere Behandlungsmöglichkeiten, die Sie durchaus auch zu Hause selbst durchführen können.

Juvenile Warzen und das Immunsystem

Juvenile Warzen können Sie befallen, wenn Ihr Abwehrsystem nicht optimal funktioniert. Juvenile Warzen befallen deshalb auch oft Kinder und Jugendliche, weil das Immunsystem noch nicht ausreichend ausgebildet ist. Damit Sie es den juvenilen Warzen schwer machen, sollten Sie das Immunsystem auch Ihrer Kids stärken. Das können Sie durch ausreichenden Schlaf, gesunde Ernährung und ausreichende sportliche Betätigungen. Auch die Seele spielt dabei eine große Rolle. Ist sie unausgeglichen, kann das Immunsystem auch dadurch geschwächt werden. Ein Stressmanagement ist für ein optimal funktionierendes Abwehrsystem ebenso wichtig. Juvenile Warzen haben es dann schwer in die Zellen einzudringen und sich zu vermehren.

Juvenile Warzen und die Auslöser

Ausgelöst werden die juvenilen Warzen durch sogenannte Humane Papillomviren. Experten kennen dieses Virus aus der Gruppe der DNA-Viren (Desoxyribonukleinsäure). Im Englischen auch DNS genannt. Das heißt, dass die Viren aus Erbmaterial bestehen. Diagnostiziert der Hautarzt juvenile Warzen, wurden die Epithelzellen der Haut infiziert. Haben Sie sich eine Infektion der juvenilen Warzen zugezogen, können die infizierten Zellen unkontrolliert wachsen. Es bilden sich Tumore, die in der Regel gutartig sind. Für Sie heißt das, dass sich juvenile Warzen auf der betroffenen Hautstelle bilden.

Sie können sich beispielsweise durch mangelnde Hygiene mit dem Virus infizieren. Denn damit juvenile Warzen wachsen können, muss das Virus in die Haut eindringen. Dies gelingt ihnen durch die kleinste Verletzung. Wird die Wunde nicht schnell genug desinfiziert und gesäubert, passen sich die Viren dem menschlichen Organismus schnell an, und Ihr Immunsystem kann diese Eindringlinge nicht schnell genug erkennen. Die Viren haben leichtes Spiel und können sich in den Zellkernen der obersten Hautschicht vermehren. Sehr häufig sind Kinder von juvenilen Warzen befallen. Die Warzen können sich dabei durchaus zu Hunderten im Gesicht, den Unterarmen, auf dem Fingerrücken oder an den Händen befinden.

Juvenile Warzen und die Diagnose

Die Diagnose stellt meist der Dermatologe (Hautarzt). Er wird Sie und Ihr Kind erst einmal eingehend befragen. Zusätzlich ist es wichtig, dass er die gesamte Haut untersucht. Damit er auch alles erkennt, wird er ein Vergrößerungsglas nutzen. Der Hautarzt wird differenzialdiagnostisch vorgehen, damit er bestimmte Erkrankungen ausschließen kann. Dazu gehört es auch, manchmal eine feingewebliche Untersuchung anzuordnen. Experten nennen dies „histologischen Befund“. Dafür entnimmt der Hautarzt eine Gewebeprobe, die er an ein histologisches Labor sendet. Der Bereich rund um den chirurgischen Eingriff wird lokal betäubt. Der Hautarzt wird aber juvenile Warzen recht schnell diagnostizieren können. Vor allen Dingen, weil juvenile Warzen eher bei Kindern und Jugendlichen auftreten. Dafür reicht dem Hautarzt der Blick auf die juvenilen Warzen aus, meist auch ohne Vergrößerungsglas.

Juvenile Warzen und die Behandlung

In der Hautarztpraxis ist es etwas Alltägliches: die Behandlung von juvenilen Warzen. In der Regel stören juvenile Warzen zwar nicht, sehen aber sehr unschön aus. Von den Krankenkassen werden Sie keine Zahlung erwarten können, da die Entfernung von juvenilen Warzen eine reine kosmetische Operation darstellt. Das liegt daran, dass sie harmlos sind. Doch können sie trotzdem stören. Vor allen Dingen wenn sich juvenile Warzen im Gesicht befinden, haben manche Frauen einen großen Leidensdruck.

Es gibt sehr viele Behandlungsmöglichkeiten. Welche Methode gewählt wird, hängt nicht nur von Ihnen ab, sondern vor allen Dingen davon, wo sich die juvenilen Warzen befinden. Dass juvenile Warzen wie von selbst wieder verschwinden können, erkennen Sie daran, dass sie sich mit Flüssigkeit füllen können. Die Flachwarzen können durch die Flüssigkeit anschwellen. Im Fachjargon heißt dies „ödematös“. Dies ist meist ein Zeichen des Abheilungsprozesses.

Juvenile Warzen und die Kryotherapie

Viele Hautärzte gehen von der chirurgischen Entfernung der juvenilen Warzen weg. Die Kryotherapie ist sozusagen eine kalte Verbrennung, die nicht so schmerzhaft ist, wie andere gängige Methoden. Die Kälte bewirkt einen therapeutischen Effekt. Es ist eine Gefriertechnik, wobei ein Kühlmittel direkt ins Gewebe eingebracht wird. Dabei handelt es sich um flüssigen Stickstoff, der minus 196 Grad Celsius aufweist.

Juvenile Warzen durch einen chirurgischen Eingriff entfernen

Sehr selten wird der Hautarzt juvenile Warzen durch einen chirurgischen Eingriff entfernen. Sinnvoll ist der Eingriff, wenn sich juvenile Warzen in der Nähe der Augen befinden. Dabei müssen Sie allerdings einen sehr hohen Leidensdruck haben. Denn jeder chirurgische Eingriff bedeutet auch Gefahren wie beispielsweise Wundheilungsstörungen oder Infektionen.

Juvenile Warzen und die Immunmodulation

Viele Hautärzte versuchen in erster Linie, juvenile Warzen nicht mit ätzenden oder chirurgischen Eingriffen zu entfernen. Bei jedem Eingriff wird von der Haut verlangt, dass sie wieder verheilt. Es gibt eine neue Wunde, die bei der Immunmodulation umgangen wird. Dabei wird versucht, das Immunsystem wieder aufzubauen. Juvenile Warzen sind nicht nur harmlos, sondern verschwinden meist auch wieder von selbst. Dabei ist allerdings Geduld angesagt. Die Immunmodulation ist eine langwierige Prozedur, wobei der natürliche Heilungsprozess genutzt wird. Dabei werden pharmakologische Stoffe mit ins Boot geholt. Dazu gehören Mineralstoffe, Vitamine oder Antioxidantien sowie auch Heilkräuter wie Thymusextrakt oder Mistel. Auch der Heilpflanze „Roter Sonnenhut“ sagen Experten eine immunmodulierende Wirkung nach.

Juvenile Warzen und die Kauterisation

Juvenile Warzen werden von Experten auch gerne verätzt. Im Fachjargon heißt diese Methode Kauterisation. Hautärzte gehen davon aus, dass durch die Verätzung die Abwehrmechanismen wieder animiert werden. Die Viren werden wieder angegriffen. Meist ist diese Methode von Erfolg gekrönt. Juvenile Warzen heilen ab und Sie werden keine Narben zurückbehalten. Die Verätzung sollte jedoch nicht in der Nähe der Augen vonstatten gehen.

Juvenile Warzen zu Hause behandeln

Sie können juvenile Warzen auch zu Hause selbst behandeln. In der Apotheke können Sie beispielsweise das entsprechende Mittel für die Kryotherapie kaufen. Dabei sollten Sie allerdings beachten, dass Sie die Vereisung nicht im Gesicht durchführen beziehungsweise nicht in der Nähe der Augen. Sie können auch selbst Ihre Abwehrkräfte stärken, indem Sie einmal Ihren Lebenswandel überdenken. Essen Sie gesund? Frisches Obst und Gemüse sollte häufig auf Ihrem Teller landen. Gehen Sie auch viel an die frische Luft und bewegen Sie sich. Sportliche Aktivitäten werden Ihre Abwehrkräfte mobilisieren und den Heilungsprozess unterstützen. Die ätherischen Öle des Teebaums sollen laut Studien juvenile Warzen zum erliegen bringen.

Es gibt juvenile Warzen, die sehr hartnäckig sind. Ebenso können sie an einer Körperstelle sitzen, an denen sich die Viren schnell verbreiten können. Das kann an der Hand, am Unterarm oder auch im Gesicht sein. Sie arbeiten mit Ihren Händen und das Gesicht ist ebenso der Luft ausgesetzt. In diesem Fall sollten Sie mit dem Hautarzt überlegen, welche Behandlungsmethode für Sie infrage kommt.

Juvenile Warzen und die Salicylsäure

Auch Sie können juvenile Warzen mit Salicylsäure zu Hause behandeln. Dieses Mittel erhalten Sie in der Apotheke und tragen es auf die juvenile Warze auf. Die Haut wird durch die Säure aufgeweicht und die Viren sollen dadurch abgetötet werden. Die Säure kann auch als Pflaster auf die Haut geklebt werden. Die Lösung müssen Sie ganz genau auf die Stelle träufeln, damit Sie die gesunde Haut nicht verätzen. Nach etwa zwei Tagen erkennen Sie eine weiße Hautschicht. Mit einem Skalpell (Apotheke) oder einem Hornhautspatel tragen Sie die Hautschicht ab. Die Gefahr ist dabei, dass die gesunde Haut mit aufreißt, es blutet und so bilden sich neue Warzen. Besprechen Sie das aber vorab mit dem Apotheker oder dem Hautarzt. Die Behandlung wird einige Male wiederholt und die Säure dringt immer tiefer in die Hautschichten ein bis die juvenile Warze beseitig ist.

Juvenile Warzen und Virostatika

Es gibt zellabtötende Virostatika oder auch Zytostatika, die auf der Haut aufgetragen werden. Sie sind virenhemmend. Diese Methode kann allerdings auch fehlschlagen, sodass der Hautarzt doch eine andere Lösung finden muss.

Juvenile Warzen und das Lasern

Durch einen Laserstrahl kann der Hautarzt die Warze zerstören. Das ist laut Experten die allerletzte Methode, die generell bei Warzen angewandt wird. In der Regel können juvenile Warzen durch das Lasern nur schwer entfernt werden. Ebenso ist die Methode eher schmerzhaft und kann sehr langwierig sein. Allerdings ist es wohl eine effektive Methode Fußwarzen oder sogenannte Feigwarzen zu entfernen.

Juvenile Warzen und die Vorbeugung

Juvenile Warzen sind relativ leicht zu umgehen, wenn Sie sich in erster Linie um Ihr Immunsystem kümmern. Ist die Polizei in Ihrem Körper gut geschult und in Schuss, werden Sie von juvenilen Warzen eher verschont bleiben. Beispielsweise können Sie mit Wechselduschen nicht nur die Durchblutung anregen, sondern auch Ihre Abwehrkräfte. Um keine juvenilen Warzen zu bekommen, überprüfen Sie einmal Ihre Lebensweise. Ist sie gesund? Rauchen Sie, trinken Sie zu viel Alkohol und essen Sie reichlich Fett? Das alles kann das Immunsystem schwächen.

Damit erst gar keine juvenilen Warzen entstehen, sollten Sie unter anderem in Schwimmbädern, in der Sauna aber auch im Fitnesscenter auf keinen Fall barfuß laufen. Badelatschen sind besonders in den öffentlichen Einrichtungen sinnvoll. Nach dem Duschen oder Baden sollten Sie sich die Füße gründlich abtrocknen. Sobald es noch eine feuchte Stelle an den Füßen, Händen oder auch im Gesicht gibt, werden sich die Viren wohlfühlen. Benutzen Sie auch nur Ihr eigenes Bade- beziehungsweise Handtuch. Menschen, die unter Warzen leiden, können andere Menschen wiederum dadurch sehr schnell anstecken. Leiden Sie selbst oft darunter, sollten Sie Ihre Handtücher in der Waschmaschine kochen.

Cremen Sie sich nach dem Duschen ein? Dann sollten Sie die Regionen rund um juvenile Warzen aussparen. Tragen Sie beim Geschlechtsverkehr Kondome, auch wenn die juvenilen Warzen meist nicht im Genitalbereich auftreten. Sind Sie allerdings anfällig für Warzen sollten Sie Ihre Partnerin oder Ihren Partner schützen.