Fußsohlenwarzen

Worum es sich bei den Fußsohlenwarzen handelt – eine Definition

Warzen (lateinische Bezeichnung Verrucae) sind kleine, oft sehr verschieden aussehende Geschwulste der oberen Hautschicht (Epidermis) des Körpers. Sie können flach oder erhaben sein und an ganz verschiedenen Stellen am Körper auftreten. Als Fußsohlenwarzen oder Plantarwarzen werden solche Warzen bezeichnet, welche die Fußsohlen, die Fußballen und die Unterseiten der Zehen befallen.

Genauer betrachtet gibt es zwei verschiedene Typen von Warzen, welche an der Fußsohle auftreten. Zum einen handelt es sich um die so genannten „Gewöhnlichen Warzen“ (Verrucae vulgares), der andere Typus sind die eigentlichen „Fußsohlenwarzen“ (Verrucae plantares). Bei den eigentlichen Fußsohlenwarzen oder Plantarwarzen werden wiederum die sogenannten Mosaikwarzen und die Dornwarzen unterschieden.

Mosaikwarzen zeigen eine oberflächliche Verbreitung an den Fußsohlen oder den Zehenballen, sind ungefähr stecknadelkopfgroß und weißlich gefärbt. Zunächst treten sie einzeln auf, können sich aber im Verlauf vermehren und oberflächlich miteinander zu so genannten Warzenbeeten aus Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen verwachsen.

Dornwarzen sind Plantarwarzen bzw. Fußsohlenwarzen, die einzeln auftreten und tief nach innen ins Gewebe wachsen. Sie bilden sich in der Regel an Stellen der Fußsohle aus, die durch Druck besonders belastet sind, sowie an den Zehenunterseiten. Oft ist diese Art der Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen durch Hornschwielen bedeckt und kann einen zentralen dornartigen Hornkegel ausbilden. Besonders im Bereich der Fersen können die Dornwarzen als Fußsohlenwarzen im Gewebe sehr groß werden und bis an die Knochenhaut stoßen.

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Wodurch Fußsohlenwarzen ausgelöst werden – die Ursachen

Generell werden alle Arten von Warzen durch Viren ausgelöst. Diese befallen die Zellen der Haut und vermehren sich in den Zellkernen, so dass die typischen Hautveränderungen hervorgerufen werden. Auch Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen werden durch eine Infektion mit Viren hervorgerufen. Die Warzen auslösenden Viren sind in der überwiegenden Zahl der Fälle so genannte humane Papillomaviren, von denen es mehr als 100 verschiedene Typen gibt. Eine Infektion mit diesen Viren erfolgt in der Regel über kleine Haut- oder Schleimhautverletzungen als Kontakt- oder Schmierinfektion. Nur die Zellen der obersten Hautschicht (Epidermis) werden von den Viren befallen, wo diese sich dann vermehren. Humane Papillomaviren sind auch die Auslöser von Plantarwarzen bzw. Fußsohlenwarzen.

Die Bildung von Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen kann nach einer Infektion mit den Papillomaviren bis zu mehrere Monaten dauern. Kommt es zu einer Ausbreitung oder Vermehrung der Plantarwarzen unter der Fußsohle, erfolgen diese über neue Infektionen mit Viren von außen oder durch eine oberflächliche Streuung der bereits vorhandenen Fußsohlenwarzen. Eine Verbreitung über den Blutkreislauf ist bei Plantarwarzen bzw. Fußsohlenwarzen generell nicht bekannt.

Die Übertragung der Viren, die Plantarwarzen bzw. Fußsohlenwarzen hervorrufen, erfolgt von Mensch zu Mensch durch eine Schmierinfektion mit infizierten Hautschuppen. Diese befinden sich zum Beispiel auf dem Fußboden oder in gemeinsam genutzter Fußbekleidung wie etwa in Schwimmbädern, Sporthallen, Umkleiden oder Saunaeinrichtungen. Die Virusinfektion wird durch eine Quellung der Haut aufgrund von Wärme und Feuchtigkeit an den Fußsohlen noch zusätzlich begünstigt, da dann die Viren leichter in die Zellen eindringen und die Bildung von Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen hervorrufen können.

Wie sich Fußsohlenwarzen bemerkbar machen – Symptome und Diagnose

Dornwarzen als Plantarwarzen bzw. Fußsohlenwarzen sind oft nicht sichtbar unter einer Hornschwiele verborgen und verursachen Schmerzen beim Gehen oder beim Ausüben von Druck auf die betroffenen Stellen. Diese Art von Plantarwarzen bestehen generell aus einer körnigen, weißlichen Masse, welche von einem verdickten Ring eingefasst wird. Zwischen dem verdickten Hornring und der eigentlichen Warze ist meist eine deutliche Furche sichtbar. Typisch für diese Fußsohlenwarzen sind zudem zahlreiche braune bis schwarze Punkte oder Streifen, die durch Blutungen aus feinen Gefäßen in die Warze hervorgerufen werden.

Mosaikwarzen als der zweite Typ der Plantarwarzen bzw. Fußsohlenwarzen sind im Gegensatz zu den Dornwarzen nicht dunkel gefärbt, befinden sich nur an der Oberfläche der Haut und treten in größerer Zahl als die Dornwarzen auf. Sie können miteinander verschmelzen und so genannte Warzenbeete aus Plantarwarzen bilden. Diese Typen von Fußsohlenwarzen unterscheiden sich von den Dornwarzen auch dadurch, dass sie weißlich gefärbt sind und keine Schmerzen verursachen. Sie machen sich allenfalls durch Jucken oder ein Druckgefühl bemerkbar.

Gewöhnliche Warzen, die genau genommen keine Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen sind, treten dennoch ebenfalls unter den Füßen auf. Sie besitzen eine Oberfläche, die wie ein Blumenkohl gefurcht ist und können erbsengroß werden, wobei sie eine weiße, graue oder braune Färbung aufweisen können. Generell verursachen sie wie die Mosaikwarzen als Plantarwarzen keine Schmerzen sondern höchstens ein juckendes Gefühl.

Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen sehen den sogenannten Hühneraugen in manchen Fällen relativ ähnlich. Bei diesen handelt es sich jedoch nur um einen Überschuss von Hornhaut an Druckstellen unter oder an den Füßen, ohne dass wie bei den Plantarwarzen eine Infektion mit Viren vorliegt. In seltenen Fällen kann es sich statt um Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen auch um eine Form des Hautkrebses oder der Hauttuberkulose handeln. Dementsprechend sollte man entsprechende Veränderungen der Haut bei Unsicherheiten immer einem Mediziner vorstellen.

Generell treten Warzen mit einer Häufigkeit von um die zehn Prozent bei Erwachsenen und Kindern auf. Im Allgemeinen gelten vor allem die Plantarwarzen bzw. Fußsohlenwarzen als besonders ansteckend, so dass sie ein in der Dermatologie (Hautmedizin) bekanntes und verbreitetes Phänomen darstellen. Dementsprechend ist die Diagnose von Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen für einen Arzt in der Regel bereits allein aufgrund des Aussehens der Hautveränderungen unter den Füßen zu stellen. Eine zusätzliche Beschreibung der Symptome wie zum Beispiel Schmerzen beim Gehen sorgt dann noch für eine schnelle weitere Sicherung der Diagnose „Fußsohlenwarzen“.

Was man gegen Fußsohlenwarzen tun kann – Behandlung

Die Behandlung von Plantarwarzen bzw. Fußsohlenwarzen kann oft über Jahre andauern und stellt sich in vielen Fällen als unbefriedigend heraus. Meistens werden die Fußsohlenwarzen mit unterschiedlichen lokal wirksamen Maßnahmen therapiert, über deren Erfolg es jedoch nur wenige aussagekräftige Studien gibt. Zuverlässige Aussagen über mögliche Behandlungserfolge werden zusätzlich noch durch die Tatsache erschwert, dass Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen häufig auch spontan von selbst abheilen. Eine direkte Therapie gegen die Plantarwarzen auslösenden Viren steht nicht zur Verfügung.

Lokale Behandlung von Fußsohlenwarzen

Eine lokale Therapie der Plantarwarzen bzw. Fußsohlenwarzen besteht im Auftragen einer Lösung aus Salicylsäure oder durch die Nutzung eines Salicylsäure Pflasters. Durch diese Maßnahme soll eine Entzündungsreaktion im betroffenen Gewebe ausgelöst werden, welche dann wiederum zu einer Abheilung der Plantarwarzen führt. Die Behandlungsdauer kann mehrere Wochen betragen und wird bei konsequenter Durchführung mit einem Erfolg von 20 bis 40 Prozent beziffert.

Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen werden oft auch lokal mit Ätzmitteln wie Silbernitrat, Monochloressigsäure oder Trichloressigsäure behandelt. Durch diese Ätzmittel wird das von Plantarwarzen befallene Gewebe zerstört, es wird aber gleichzeitig auch gesundes Gewebe im Randbereich der Fußsohlenwarzen mit angegriffen. Unter Umständen können dadurch Schmerzen beim Laufen hervorgerufen werden.

Plantarwarzen können auch mit Salben behandelt werden, deren Inhaltsstoffe die Zellteilung der betroffenen Hautzellen und damit die Virenvermehrung der Fußsohlenwarzen unterbinden sollen. Diese Cremes enthalten Zellgifte wie zum Beispiel Bleomycin oder Podophyllin und können Nebenwirkungen wie etwa Hautreaktionen hervorrufen.

Hausmittel gegen Fußsohlenwarzen

Neben den pharmakologischen Substanzen kommen in vielen Fällen auch Hausmittel in der Therapie von Plantarwarzen bzw. Fußsohlenwarzen zum Einsatz. Diese werden häufig von den Patienten selbst angewendet. So ist Knoblauch zum Beispiel ein traditionell angewandtes Hausmittel, dessen Inhaltsstoff Allicin eine zelltötende und das Krebsrisiko senkende Wirkung haben soll. Für eine Behandlung der Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen werden entweder wässrige oder ölige Extrakte aus Knoblauch auf die betroffenen Stellen aufgetragen.

Auch der Saft des Schöllkrauts stellt ein seit langem bekanntes Hausmittel gegen Plantarwarzen bzw. Fußsohlenwarzen und auch andere Warzen dar. Das Schöllkraut wird daher im Volksmund auch als Warzenkraut bezeichnet. Zwiebelextrakte werden ebenfalls als Behandlungsmethode auf die von Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen betroffenen Stellen aufgetragen und sollen eine desinfizierende, zelltötende Wirkung haben.

Generell können die Behandlungen von Plantarwarzen bzw. Fußsohlenwarzen mit traditionellen Hausmitteln Erfolg zeigen, in vielen Fällen bleiben sie aber auch ohne Wirkung. Alternativmediziner und Heilpraktiker bieten auch heute noch das sogenannte „Besprechen“ von Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen und anderen Warzen an. Dabei handelt es sich um eine aus der Volksmedizin stammende Tradition mit langer Vergangenheit, in deren Rahmen unterschiedliche Sprüche und Rituale Anwendung finden. Ihre Wirkung kann darin gesehen werden, dass sie als sogenannte Suggestivmaßnahmen das Immunsystem positiv beeinflussen und zu einer selbständigen Bekämpfung der Viren stimulieren, welche die Plantarwarzen bzw. Fußsohlenwarzen hervorrufen.

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Invasive Maßnahmen zur Behandlung von Fußsohlenwarzen

Die Selbstheilung von Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen ohne jegliche Therapie ist ebenfalls in zahlreichen Fällen zu beobachten. Diese erfolgt dann, wenn das Immunsystem des Körpers die Viren abtötet, welche für die Bildung der Fußsohlenwarzen verantwortlich sind. Es kommt im Verlauf der Heilung dann langsam zu einem Austrocknen der Plantarwarzen. Generell ist aber die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs (Wiederauftreten) bei den Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen relativ hoch.

Verschiedene invasive Maßnahmen kommen bei der Therapie der Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen neben der Behandlung mit Medikamenten ebenfalls zum Einsatz. Wenn die Plantarwarzen wie im Falle der Dornwarzen tief in das Gewebe der Fußsohle hineinreichen, können sie unter einer lokalen Betäubung herausgeschabt werden. Bei dieser Methode kann jedoch die Heilung vor allem bei tief gehenden Warzen sehr lange dauern und es kann zu starken postoperativen Schmerzen und Blutungen kommen.

Auch bei der chirurgischen Entfernung besteht das Risiko, dass die Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen wieder auftreten, wobei gerade diese Rezidive besonders schmerzhaft und therapieresistent sind. Dementsprechend wird in den meisten Fällen versucht, die Plantarwarzen bzw. Fußsohlenwarzen zunächst mit weniger invasiven Methoden zu behandeln.

Elektrokoagulation, Laserbehandlung und Kryotherapie bei Fußsohlenwarzen

Beim Verfahren der Elektrokoagulation wird die Haut an den durch Fußsohlenwarzen betroffenen Stellen nach einer lokalen Betäubung kreisförmig verschmort. So werden die durch die Viren infizierten Zellen der Plantarwarzen abgetötet und auch das Risiko eines Rezidivs um etwa 70 Prozent gesenkt. Häufig wird diese Methode auch direkt im Anschluss an eine chirurgische Entfernung der Plantarwarzen angewendet, um ein Wiederauftreten mit größerer Wahrscheinlichkeit zu verhindern. Es kann bei diesem Verfahren aber zu einer Bildung von schmerzhaften Narben im Bereich der entfernten Fußsohlenwarzen kommen.

Plantarwarzen bzw. Fußsohlenwarzen lassen sich weiterhin durch Laser entfernen, wobei zwei verschiedene Verfahren genutzt werden können. Zum einen besteht die Möglichkeit, die Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen mit einem CO2 Laserskalpell herauszuschneiden. Jedoch kommt es wie bei der normalen chirurgischen Entfernung in manchen Fällen zu starken Nachschmerzen und zu einer Bildung von Narbengewebe. Mit Hilfe eines neueren Farbstofflasers können alternativ auch die Blutgefäße des Warzengewebes verschmort und die Plantarwarzen auf diese Weise ausgetrocknet werden. Es handelt sich um ein langwieriges Verfahren, welches drei bis fünfzehn oder mehr Behandlungen im Abstand von etwa zwei Wochen benötigt, je nach Größe der Fußsohlenwarzen oder des Warzenbeets. Generell scheint das Risiko eines Rückfalls bei dieser Art der Lasertherapie sehr gering zu sein. Für die Behandlung tiefer Dornwarzen ist das Verfahren allerdings nicht geeignet.

Bei der so genannten Kryotherapie handelt es sich um eine Methode zur Vereisung von Plantarwarzen bzw. Fußsohlenwarzen. Hierfür kommt ein Applikator zum Einsatz, in welchen ein Kühlmittel eingefüllt wird. Dabei kann es sich um flüssigen Stickstoff oder um ein Gemisch aus Dimethyl und Propan handeln. Durch dieses Kühlmittel wird der Applikator sehr schnell auf eine Temperatur von minus 50 Grad Celsius heruntergekühlt. Der Applikator wird dann auf die Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen gedrückt, wobei diese Anwendung einmal oder mehrere Male für nur jeweils 15 bis 25 Sekunden erfolgt, je nach Größe der Plantarwarzen. Durch diese Vereisung wird die oberste Hautschicht abgetötet und im Laufe der Zeit abgestoßen. Die Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen wachsen mit den sich neu bildenden Hautschichten heraus und fallen schließlich ab. Die Methode der Vereisung wird vor allem für oberflächliche Plantarwarzen verwendet.

Wie man die Entstehung von Fußsohlenwarzen verhindern kann – Vorbeugung

Generell ist die Vorbeugung vor einer Infektion mit Viren, welche Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen auslösen, deutlich einfacher als eine wirksame Therapie. Zur Vermeidung einer Ansteckung sollte man in öffentlichen Badeeinrichtungen, Sporthallen, Umkleiden und Sanitärbereichen Fußbekleidung wie zum Beispiel Badelatschen tragen. Diese sollten nicht mit anderen Personen gemeinsam genutzt werden. Weiterhin wird eine Infektion durch das Einreiben der Füße mit fetthaltigen Cremes erschwert, da die Viren durch diese Behandlung nicht so leicht durch die Haut dringen und Plantarwarzen auslösen können.

Weiterhin sollte man die Füße nach dem Schwimmen, Saunieren oder dem Sport gründlich abtrocknen, so dass die Haut an den Fußsohlen wenig aufquillt. Das Desinfizieren der Füße kann eine weitere wirksame Maßnahme der Vorbeugung gegen Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen darstellen. Generell sollten bereits vorhandene Plantarwarzen oder Fußsohlenwarzen nie mit scharfen Gegenständen wie etwa einer Nagelschere behandelt oder verletzt werden, denn dies kann dazu führen, dass sich die Infektion weiter ausbreitet, sich Entzündungen entwickeln und die Fußsohlenwarzen bzw. Plantarwarzen sich unter Umständen noch weiter vermehren.