Dornwarzen

Was genau ist eine Dornwarze?

Die Dornwarze ist eine von acht typischen Warzen, die den menschlichen Körper befallen können. Sie unterscheiden sich untereinander in Form, Struktur, Größe und Körperregion. Dornwarzen sind Warzen, die als harte, hornhautähnliche Verdickung im Bereich der Fußsohlen und Fersen oder unterhalb der Zehen entstehen können. Dornwarzen werden aufgrund ihres Auftretens an den Füßen auch als Fußsohlenwarzen, Sohlenwarzen oder Plantarwarzen bezeichnet. Im Gegensatz zu anderen Warzen können Dornwarzen leicht oder sogar sehr schmerzhaft sein.

Dornwarzen erscheinen nach außen hin flach oder kaum gewölbt und sind dort nur als runder Kreis erkennbar. Vielmehr wachsen Dornwarzen dornartig nach innen und sind oftmals erst nach Entfernen der Schwiele an der Oberfläche gut zu sehen. Das Innere einer Dornwarze kann den doppelten Durchmesser des von außen sichtbaren Kreises erreichen. In vereinzelten Fällen tauchen Dornwarzen durch Übertragung auch an anderen Körperstellen wie zum Beispiel den Händen auf.

Dornwarzen sind nicht gefährlich. Allerdings sind Dornwarzen sehr ansteckend und können sich dementsprechend über Berührung und Verteilung schnell am eigenen Körper und bei anderen Menschen ausbreiten und zu neuen Dornwarzen führen, sodass sie nach einer Diagnose möglichst schnell behandelt werden sollten. Dornwarzen zu bekommen ist nichts Schlimmes – sehr viele Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene sind von Dornwarzen betroffen.

Woher kommen Dornwarzen? Die Ursachen und Verbreitung von Dornwarzen

Dornwarzen zählen zu den Viruswarzen. Sie entstehen durch eine Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV), die weit verbreitet sind und auch andere Warzentypen hervorrufen können. Dornwarzen können über Kontakt- oder Schmierinfektionen des Virus übertragen werden. An Orten, an denen viel barfuß gelaufen wird, ist die Ansteckungsgefahr sehr hoch. Da die Humanen Papillomviren sich im feuchtwarmen Klima sehr wohl fühlen, sind häufige Infektionsorte zum Beispiel Schwimmbäder, Umkleidekabinen, Saunen, Turnhallen oder andere Orte, an denen sich viele Menschen aufhalten. Die für Dornwarzen verantwortlichen Viren sind sehr langlebig und können monatelang ohne Wirt überleben, sodass an besagten Orten stets Vorsicht geboten ist, um sich keine Dornwarzen einzufangen.

Über den Kontakt zum Boden oder direkten Hautkontakt werden die Viren übertragen und lassen (oft nach einem langen Zeitraum) Dornwarzen an den Fußsohlen entstehen. Dies geschieht oft bei rissiger Haut an den Fußsohlen – über die Risse können sich die Viren leichter festsetzen. Diese Umstände machen das Schwimmbad zum riskantesten Ort einer Dornwarzen-Infektion, da durch das Chlorwasser die Haut besonders trocken wird und Dornwarzen leicht entstehen können. Sehr anfällig für Dornwarzen sind Menschen mit schwachem Immunsystem oder schlechter Durchblutung, welche allgemein weniger resistent gegenüber Krankheitserregern sind. Das Leiden an einer Dornwarze ist im Allgemeinen aber keine Seltenheit. Am häufigsten treten Dornwarzen bei Kindern und Jugendlichen auf, Erwachsene sind weniger davon betroffen.

Die Ausbildung von Dornwarzen kann ganz unterschiedlich verlaufen. Einige Dornwarzen wachsen hartnäckig tief und wurzelartig nach innen, während andere einige Tage nach ihrem Auftreten schon wieder verschwinden. Jedoch sind Dornwarzen sehr hartnäckig und können immer wieder auftreten. Außerdem können sie sich am eigenen Körper ausbreiten, da sich die Viren durch Berührung an anderen Stellen festsetzen können. Eine interne Verbreitung der Dornwarzen ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht bekannt.

Woran erkenne ich eine Dornwarze? Symptome und Diagnose von Dornwarzen

Dornwarzen sind oft eine schmerzhafte Angelegenheit und entstehen vorwiegend an den Fersen oder anderen Stellen der Fußsohle. Unter der oberflächlichen Hornhaut sind Dornwarzen schwer sichtbar. Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch (auch Inkubationszeit genannt) kann einige Wochen, aber auch mehrere Monate dauern. Dies macht eine Zurückverfolgung des Infektionsortes für die Dornwarze natürlich kaum möglich.

Zu Beginn bildet sich an der betroffenen Körperstelle nur ein kleiner schwarzer Punkt heraus, der anfangs meistens nicht bemerkt wird. In den überwiegenden Fällen werden die Betroffenen dann durch Juckreiz oder Schmerzen an der entsprechenden Stelle auf die Dornwarzen aufmerksam. Diese Schmerzen ähneln Dornen, die sich beim Auftreten durch die Last des Körpergewichts in die Haut bohren. Daher rührt auch der Name dieser unangenehmen Dornwarzen. Der Schmerz wird auch häufig mit einem Tritt auf einen kleinen, spitzen Stein verglichen.

Man erkennt eine Dornwarze unter der Schwiele an einer Ansammlung von einer hellen, körnigen und unregelmäßigen Masse, die von einem verdickten, hellen Ring umgeben ist. Eine deutliche Furche ist zwischen diesem Ring und der Masse der Dornwarze zu sehen. In dieser gelblichen oder weißen Masse sammeln sich viele dunkle Punkte oder sogar Streifen, welche durch Blutungen aus kleinen Gefäßen innerhalb der Dornwarze entstehen. Besonders gut zu sehen sind diese, indem man die Dornwarze gegen das Licht hält. Dies ist das eindeutigste Merkmal, um die Dornwarze vorläufig von anderen potenziellen Krankheiten abgrenzen zu können.

Es kann sich hinter dem runden, verhärteten Gebilde jedoch auch ein anderes Krankheitsbild verstecken. Hühneraugen zum Beispiel ähneln den Dornwarzen im Aussehen sehr. Hierbei handelt es sich jedoch um bloße, unschöne Hornhautansammlungen, die sich nicht durch Viren, sondern chronischen Druck entwickeln. Ähnliche äußere Merkmale haben auch Schwielen. Jedoch haben Schwielen allein im Gegensatz zu Dornwarzen eine weiche, eher glatte Oberfläche und keine dunklen Punkte.

Sehr selten kann es sich bei den vermeintlichen Dornwarzen um ernst zu nehmende Krankheitsbilder handeln. Möglich wäre eine Form von Hauttuberkulose, einer ansteckenden Infektionskrankheit oder ein Spinaliom, eine Hautkrebsform. Eine eindeutige Diagnose kann Ihnen allerdings nur ein Facharzt mittels Gewebeprobe für eine histologische (mikroskopische) Untersuchung treffen. Scheuen Sie sich nicht, dorthin zu gehen und sich Gewissheit zu verschaffen, um gezielt und effektiv auf Ihr Problem reagieren zu können und ähnliche Krankheitsbilder auszuschließen.

Was kann ich gegen Dornwarzen tun? Behandlung von Dornwarzen

Da Dornwarzen nicht ästhetisch sind und oft sehr schmerzen, wollen die Betroffenen sie so schnell wie möglich wieder loswerden. Auch wenn Dornwarzen nicht als störend empfunden werden ist eine Behandlung aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr dringend nötig. Fangen Sie so früh wie möglich damit an, um eine Verbreitung der Dornwarzen zu vermeiden.

Zur Rückbildung und Entfernung der Dornwarze gibt es verschiedene Möglichkeiten, die bei verschiedenen Personen unterschiedlich wirken. Es existiert jedoch für jeden eine passende und effektive Behandlung der Dornwarze, die man am besten für sich selbst herausfindet. Unbedingt vermeiden sollte man die Verletzung der Dornwarze durch einen spitzen Gegenstand, da über die Blutung die Gefahr einer schnellen Ausbreitung besteht.

Die erste wichtige Maßnahme für den Kampf gegen Dornwarzen ist eine gute, ausgewogene Ernährung. Diese führt zu einer Stärkung des Immunsystems und macht den Körper auch für die Zukunft resistenter gegen Viren.

Hausmittel gegen Dornwarzen

Auch die gute Haushaltsapotheke kann sich hier als nützlich erweisen und wird vor allem Menschen empfohlen, die ihren Geldbeutel schonen wollen und die Dornwarze auf natürliche Art und Weise loswerden wollen. Schöllkraut, auch bekannt unter dem vielversprechenden Namen Warzenkraut, ist ein langjährig eingesetztes Kraut gegen Dornwarzen (wie am Namen erkennbar).

In vielen Fällen sollen sich Stücke von Bananenschalen mit der Innenseite auf der Dornwarze als wirksam erwiesen haben. Diese Behandlung sollte man nachts über zwei bis vier Wochen anwenden. Auch andere Obst- und Gemüsesorten haben sich schon bewährt. Ähnliche Wirkungen sollen zum Beispiel aufgeschnittene Knoblauchzehen oder über Nacht in Essig eingelegte Zwiebelschalen erzielen. Das Gefäß hierfür sollte verschlossen sein.

Teebaumöl als weitere Option hat eine antibakterielle und antiseptische Wirkung auf die Dornwarze. Auf diese Weise soll eine Neubildung der Dornwarze oder eine Narbe komplett vermieden werden. Auch die „Allzweck Heilpflanze“ Aloe Vera oder das bekannte Tigerbalsam (eine Salbe mit hohem Mentholanteil) soll zur Bekämpfung von Dornwarzen gut sein.

Andere Betroffene schwören auf die Behandlung mit Schüssler-Salzen, eine homöopathische Herangehensweise mit Salzen, die alle auch in unserem Körper vorkommen. Das zur Behandlung der Dornwarzen empfohlene Salz heißt Calcium Fluoratum. Helfen diese Tipps nichts, kann die Dornwarze mit verschiedenen speziellen Mitteln, Salben und Texturen behandelt werden. Diese sind oft rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Kryotherapie, Selbstbehandlung oder chirurgische Entfernung von Dornwarzen

Eine Kryotherapie (Kältetherapie) ist ein sehr beliebtes und nachweisbar effizientes Mittel im Kampf gegen Dornwarzen und wird oft empfohlen. In Apotheken gibt es spezielle Eisstäbe zum Auftragen von flüssigem Stickstoff auf die betroffenen Stellen. Dieser Stickstoff wird mittels Applikator auf -50° Celsius abgekühlt und ca. 30 Sekunden auf die Dornwarze gedrückt. Durch die Vereisung sterben zunächst die oberen Zellen der Dornwarze ab, was man erkennt, wenn die betroffene Stelle weißer wird. Kurz danach kann die obere Schicht der Dornwarze abgelöst werden. Um die wirksame Rückbildung der Dornwarze und die Zerstörung der Papillomviren einzuleiten, sind meist mehrere Anwendungen über einen längeren Zeitraum nötig.

Auch Salicylsäure und Milchsäure können Dornwarzen zurückbilden. Salicylsäure ist in flüssiger Form oder bereits auf Pads aufgetragen erhältlich und soll auch sehr effizient gegen Dornwarzen sein. Dieser Wirkstoff macht das Innere, die eigentliche Dornwarze, weich und trocknet die Haut an der Oberfläche aus. Daher sollte die Säure auch gezielt nur auf die Dornwarze selbst aufgetragen werden, um eine Verätzung der gesunden Haut in der Nähe der Dornwarze zu vermeiden. Wenn sich erste Effekte bemerkbar machen, kann die Oberfläche der Dornwarze mit einem Bimsstein abgerieben werden und auf diese Art bis zur vollständigen Entfernung weiter behandelt werden. Bei Salicylsäure besteht jedoch die Gefahr einer Blutung, die eine Ausbreitung der Dornwarze bedeuten könnte. Milchsäure wirkt dagegen befeuchtend. Die Wirkung von Mitteln auf Salicylsäure- und/oder Milchsäure-Basis auf die Dornwarze kann sich nach einem warmen Fußbad noch besser entfalten, wenn die Haut bereits etwas aufgeweicht ist. Auch hier sollten Sie darauf achten, nur den von Dornwarzen befallenen Fuß ins Wasser zu halten, um keine Ansteckung anderer Körperregionen zu riskieren. Alternativ kann natürlich auch ein in warmes Wasser getränktes Tuch einige Minuten auf die Dornwarze gehalten werden.

Dornwarzen können auch durch einen chirurgischen Eingriff entfernt werden, was vor einigen Jahren noch eine sehr gängige Maßnahme darstellte. Dazu wird die Dornwarze mit einem „scharfen Löffel“ abgeschabt und so entfernt. Diese chirurgische Entfernung kann einen hohen Blutverlust hervorrufen und eine tiefe Wunde hinterlassen, die viel Zeit zum heilen braucht. Heutzutage wird daher hinsichtlich möglicher Narbenbildung und Schmerzen eine Behandlung der Dornwarze ohne invasiven Eingriff empfohlen, sofern dies möglich ist. Kommen die Dornwarzen nach vorläufigem Verschwinden jedoch immer wieder, kann diese Behandlung eine sichere Methode zur nachhaltigen Entfernung der Dornwarze darstellen.

Einige Ärzte empfehlen neuerdings die Behandlung mit Laser, welche jedoch auch nicht ganz schmerzfrei ist. Auf diese Weise werden nicht die Viren selbst, sondern die umgebenden Blutgefäße per Laser verödet. Diese können die Dornwarze nicht mehr versorgen, sodass sie nach und nach aushungert. Um die beste Methode zur Bekämpfung Ihrer lästigen Dornwarzen wählen zu können, suchen Sie am besten Ihren Arzt auf und lassen sich dort beraten.

Wie sorge ich dafür, dass ich von Dornwarzen verschont bleibe? Die Vorbeugung gegen Dornwarzen

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die man beachten sollte, um Dornwarzen vorzubeugen. Die grundlegendste ist zugleich auch die bei vielen Krankheiten und Beschwerden empfohlene und nötige Handlungsmaßnahme: eine ausgewogene Ernährung ergänzt durch regelmäßige Bewegung und Sport. Ausreichend Schlaf und eine positive Einstellung tragen zu einem allgemeinen Wohlgefühl bei, das den Körper gegen Infektionen mit Viren und Pilzen resistenter macht. Auch das Vermeiden von Alkohol und Rauchen stärkt Ihr Immunsystem.

Da sich die zu Dornwarzen führenden Humanen Papillomviren gerne an feuchtwarmen Orten festsetzen, sollten Sie Ihre Füße nach dem Duschen oder Baden sorgfältig abtrocknen – auch zwischen den Zehen. Schwitzige Füße sollten vermieden werden. Tragen Sie am besten luftiges Schuhwerk und Socken aus Materialen, die Ihren Fuß nicht schwitzen lassen. Dornwarzen sowie Fußpilzen wird dadurch vorgebeugt.

Nutzen Sie an den oben bereits genannten Orten Badeschuhe, um sich vor dem Virus zu schützen. Viele Schwimmbäder bieten auch die Möglichkeit einer Desinfektion der Füße nach dem Schwimmen, um zum Beispiel Dornwarzen vorzubeugen. Anderenfalls können Sie auch ein eigenes Desinfektionsspray mit sich führen und bei Bedarf benutzen.

Sie sollten bedenken, dass die für Dornwarzen verantwortlichen Viren nicht nur über Barfußgehen übertragen werden können! Auch Handtücher oder Schuhe können Dornwarzen hervorrufen und sollten bestenfalls nicht mit anderen Personen gemeinsam benutzt werden, insbesondere, wenn bei dieser Person bereits Dornwarzen vorhanden sind. Das Papillomvirus kann sich aber auch ohne erkennbare äußere Anzeichen schon im Körper der anderen Person befinden. Deshalb sollten Sie auch in diesen Fällen keine Ausnahme machen. Halten Sie sich an diese Empfehlungen, sind Sie gut geschützt gegen die schmerzenden, unschönen Dornwarzen. Eine Garantie, von den Dornwarzen verschont zu bleiben, gibt es leider nicht.

Sie haben nun eine grundlegende Beschreibung und Präventions- und Behandlungstipps von Dornwarzen erhalten. Trotzdem empfehlen wir Ihnen ausdrücklich, sich die vermeintliche Dornwarze von Ihrem Arzt diagnostizieren und sich professionell beraten und behandeln zu lassen.