Dellwarzen

Viele Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit einer bestimmten Art von Warzen. Während dabei Feigwarzen, Dornwarzen, Flachwarzen und viele andere von den sogenannten Papillomaviren ausgelöst werden, gibt es eine weitere Warze, die als einzige durch Pockenviren entsteht und sich somit deutlich von der Gruppe der anderen Warzen abhebt. Dies ist die sogenannte Dellwarze, die zwar in der Regel lediglich eine ungefährliche Hauchwucherung darstellt, aufgrund ihrer hohen Ansteckungsgefahr jedoch umgehend behandelt werden sollte, bevor es zu einer weiteren Verbreitung der Dellwarzen auf dem Körper kommt.

Mollusca contagiosa – Allgemeine Informationen über die Dellwarze

Die Dellwarzen, welche in der Fachsprache auch unter dem Begriff Mollusca contagiosa bekannt sind, beschreiben kleine Hautknötchen, die sich auf dem gesamten Körper verteilen können und über direkten Hautkontakt leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden. In der Regel sind Dellwarzen jedoch ungefährlich und heilen nach einigen Monaten von alleine wieder ab. Der Auslöser der Dellwarzen ist dabei ein Molluscum contagiosum-Virus, welcher – im Gegensatz zu den auslösenden Papillomaviren anderer Warzen – zu den Pockenviren gezählt wird.

Das Erscheinungsbild der Dellwarzen ist durch einige charakteristische Merkmale gekennzeichnet, welche bei der Diagnose von Dellwarzen sehr hilfreich sein können. So weisen sie in der Regel eine Größe von 1 bis 5 mm auf und haben eine weiß-gelbliche bis hellrote Färbung. Zudem besitzen Dellwarzen in der Mitte eine kleine Delle, welcher sie ihren Namen verdanken. Gegebenenfalls werden sie jedoch auch als Schwimmbadwarzen bezeichnet. Dieser Begriff geht auf den einfachen Übertragungsweg und die hohe Ansteckungsgefahr der Dellwarzen zurück, welche im Schwimmbad besonders gegeben ist. So können Sie sich schon durch einen kurzen und direkten Hautkontakt mit einer Dellwarze infizieren.

Trotz der Tatsache, dass keine weitere Gefahr mit den Dellwarzen verbunden ist, sollten Dellwarzen immer umgehend von einem Facharzt behandelt und entfernt werden. Hauptgrund dafür ist das große Risiko einer leichten Verbreitung auf dem eigenen Körper sowie auf der Haut anderer Menschen. Die Inkubationszeit der Dellwarzen ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und kann zwischen zwei Wochen und sechs Monaten angesiedelt werden. Dabei treten die Dellwarzen vorwiegend im Kindes- und Jugendalter auf. Bei Erwachsenen sind sie jedoch bei Patienten mit trockener Haut, einer Neurodermitis-Erkrankung sowie einem geschwächten Immunsystem ebenfalls häufig vertreten.

Erscheinen können die Dellwarzen hierbei in der Regel überall am Körper, wobei sie jedoch meist an Armen, Händen oder im Gesicht vorzufinden sind. Durch verschiedene Therapiemöglichkeiten können die Dellwarzen in der Regel ohne Probleme von einem Hautarzt entfernt werden. Lediglich bei AIDS-Erkrankten oder Patienten mit einem extrem schwachen Immunsystem können sie jahrelang auf der Haut zurückblieben und immer wieder erneut zurückkehren.

Häufigkeit der Dellwarzen – Eine weltweit verbreitete Infektion

Die Dellwarzen sind überall auf der Welt vertreten. Zurückzuführen ist diese Tatsache vor allem auf die große Ansteckungsgefahr, die mit den Dellwarzen in Verbindung steht. Besonders häufig treten Dellwarzen in den Gebieten der Tropen und Subtropen auf. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass etwa zwei bis acht Prozent der gesamten Weltbevölkerung mit dem Molluscum contagiosum-Virus infiziert sind.

Dabei sind vor allem Menschen von den Dellwarzen betroffen, die in ärmeren Gebieten mit einer hohen Bevölkerungsdichte leben. Dies ist vor allem auf die eingeschränkten Hygienemöglichkeiten in den dortigen Regionen zurück zu führen. So können sich die Bewohner dieser Gebiete leicht durch die gemeinsame Nutzung vieler Hygiene- oder Haushaltsartikel im Rahmen einer Schmierinfektion anstecken.

Zudem sind es meist Kinder bis zu 5 Jahren, welche von den Dellwarzen betroffen sind. Diese können sich vor allem leicht beim Spielen mit bereits infizierten Kindern oder bei der Benutzung derselben Spielzeuge anstecken. Außerdem erleichtert das noch schwache Immunsystem der Kinder den Erregern das Eindringen in die Hautschicht. Gefolgt wird die Patientengruppe der Kinder von der Gruppe der jungen Erwachsenen von 15 bis 29 Jahren.

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Der Molluscum cotagiosum-Virus ist der Auslöser der Dellwarzen

Die Ursache von Dellwarzen ist der sogenannte Molluscum contagiosum-Virus, welcher zur Gruppe der Pockenviren gezählt wird. Dieser greift die oberste Schicht der Haut an und vermehrt sich anschließend in den dort vorhandenen Zellen. Die daraufhin größer werdenden Hautzellen beginnen zu wuchern und lassen eine Warze entstehen. Somit ist die Dellwarze die einzige Warze, die nicht wie alle anderen Warzenarten durch die humanen Papillomaviren ausgelöst wird.

In der Regel sind es vor allem Kinder, die anfällig für den Molluscum contagiosum-Virus sind. Aber auch Erwachsene, welche ein geschwächtes Immunsystem aufweisen, können sich leicht mit den Erregern infizieren. Oft gelangen die Viren auch leicht unter die Hautschicht, wenn der Betroffene unter Neurodermitis leidet. Sollte dies der Fall sein, steigt das Risiko des Dellwarzenbefalls durch die mit der Hautkrankheit in Verbindung stehende Abwehrschwäche und die gestörte Hautbarrierefunktion erheblich an.

In anderen Fällen werden die Molluscum contagiosum-Viren wiederum durch eine bereits aufgeweichte Haut unterstützt. So können die Erreger beispielsweise beim Baden oder Abspülen sehr leicht in die Haut eindringen. Meist werden die Viren jedoch durch direkten Hautkontakt übertragen. In einigen Fällen gelangen sie aber auch über Schmierinfektionen von Gegenständen auf die Haut. Oft sind es dabei Hygieneartikel wie Handtücher oder Waschlappen, die beim gemeinsamen Teilen eine Infizierung vorantreiben.

Im Erwachsenenalter ist auch der Geschlechtsverkehr ein häufiger Übertragungsweg von Dellwarzen, sodass diese bei älteren Patienten oft im Intimbereich angesiedelt sind. Im Kindesalter dagegen lauern die Erreger häufig auf Spielzeugen, welche beim Spielen von vielen Kindern genutzt werden und somit den Erregern eine breite Basis zur weiteren Ausbreitung bieten. Eine weitere Ursache der Neubildung von Dellwarzen an anderen Bereichen des Körpers ist wiederum das Aufkratzen durch den Patienten selbst, bei welchem die ausgedrückte, virushaltige Masse über die Finger schnell an weitere Hautstellen gelangen kann.

Juckende Hautknötchen mit charakteristischer Delle – Das typische Erscheinungsbild einer Dellwarze

Dellwarzen lassen sich in der Regel anhand einer Vielzahl typischer Symptome erkennen. In einigen Fällen können sie sich beispielsweise durch gelegentliches Jucken äußern, das jedoch mit keinen weiteren Schmerzen in Verbindung steht. Vor allem bei Menschen, welche für gewöhnlich eine sehr trockene Haut aufweisen, werden die Dellwarzen meist von solch einem Juckreiz begleitet.

In erster Linie lassen sich Dellwarzen aber deutlich an ihrem charakteristischen Aussehen erkennen. So stellen sie kleine Hautknötchen dar, die unter anderem durch eine Größe von wenigen Millimetern gekennzeichnet sind. Dazu tauchen sie in einem weißen, gelblichen oder auch rötlichen Ton auf der Haut auf. Die glatte Oberfläche der Dellwarzen ist in der Mitte durch eine Delle unterbrochen, welcher die Warze ihren Namen verdankt.

Dellwarzen treten in der Regel eher einzeln auf, können sich aber in anderen Fällen auch auf der gesamten Hautoberfläche verteilen. Somit können Dellwarzen an jeder Körperstelle auftreten. Bei Kindern sind jedoch meist Gesicht, Hals, Arme oder Hände von ihnen befallen. Bei Erwachsenen sind neben Arm und Gesicht wiederum oft auch der Intimbereich oder der Unterbauch von den Hautknötchen betroffen, was meist auf eine Infizierung über Geschlechtsverkehr zurück zu führen ist.

Sollten mehrere Dellwarzen gleichzeitig auftreten, sind diese meist in einer Reihe nebeneinander angeordnet. Dies ist vor allem auf die hohe Ansteckungsgefahr der Dellwarzen zurück zu führen. So kann beim Kratzen oder Ausdrücken der Warzen eine breiige Masse aus den Knötchen austreten, welche die höchstansteckenden Viren beinhaltet.

Vor allem bei Patienten mit einem geschwächten Immunsystem ist häufig eine größere Anzahl an Dellwarzen vorhanden, welche dabei teilweise ineinander übergehen können. Betroffen sind davon beispielsweise Menschen, die an AIDS leiden oder Medikamente wie Immunsuppressiva zu sich nehmen müssen, um eine bestimmte Erkrankung zu behandeln.

Dellwarzen lassen sich in der Regel ohne großen Aufwand von einem Hausarzt diagnostizieren

Besteht bei Ihnen der Verdacht, eine oder mehrere Dellwarzen am Körper aufzuweisen, sollte umgehend ein Experte für eine sichere Diagnose herangezogen werden. Vor allem beim Vorliegen der typischen Symptome wie juckenden, weiß-gelblichen Hautknötchen mit einer mittig liegenden Delle, sollte relativ zügig eine Diagnose beim Hautarzt erfolgen. Dies ist vor allem aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr der Warzen wichtig, da nur so rechtzeitig mit einer entsprechenden Behandlung begonnen werden kann und eine weitere Verbreitung der Dellwarzen verhindert wird.

Die Diagnose beim Arzt läuft in der Regel relativ zügig ab und lässt sich mit einfachen Mitteln durchführen. So sucht der Hautarzt im Rahmen der Untersuchung den Körper mit entsprechenden Geräten nach betroffenen Hautstellen ab. Dabei lässt sich eine Dellwarze an ihrem charakteristischen Erscheinungsbild meist relativ zügig feststellen. Sollte dennoch Unsicherheit über die gefundenen Hautstellen bestehen, kann im Rahmen der Diagnostik ebenfalls eine sogenannte Biopsie erfolgen. Diese stellt eine Hautprobe dar, welche unter örtlicher Betäubung dem Patienten durch den Hautarzt entnommen wird. Anschließend wird die entsprechende Hautprobe im Labor mikroskopisch auf mögliche Erreger untersucht. So lässt sich sicher feststellen, ob es sich bei den betroffenen Hautknötchen wirklich um Dellwarzen handelt oder ob andere Ursachen der Grund für die Hautveränderungen sind. Auch die Art der jeweiligen Warze lässt sich hierdurch bestimmen.

Kürettage, Kryotherapie oder Selbstbehandlung – Es gibt viele Wege, um Dellwarzen zu entfernen

Auch wenn Dellwarzen in der Regel nicht gefährlich sind und sich innerhalb weniger Monate von selbst zurückbilden, sollte der Betroffene wenn möglich immer eine spezielle Behandlung bei einem Facharzt in Anspruch nehmen. Hauptgrund hierfür ist die große Ansteckungsgefahr und der leichte Übertragungsweg der Viren. Vor allem bei Selbstbehandlungen kann schon durch eine kleine Unachtsamkeit eine weitere Verbreitung der Viren zu Stande kommen. Dadurch wird nicht nur der eigene Körper, sondern auch die Haut anderer Menschen mit einem Befall gefährdet.

Ebenfalls stellen die Dellwarzen oft ein kosmetisches Problem beim Patienten dar und können diesen psychisch belasten, sodass ein Warten auf Selbstheilung nicht zu empfehlen ist. Somit sollten Betroffene immer ein professionelles Entfernen beim Hautarzt in Betracht ziehen. Die hier durchgeführte Therapie besteht in der Regel aus einem Vorgang, bei welchem mit einer sogenannten Kürettage, welche eine Art scharfen Löffel darstellt, die Dellwarze abgeschabt wird. Alternativ kann diese auch mit einer Pinzette ausgedrückt werden.

Wichtig ist es dabei, die behandelte Hautstelle anschließend gründlich zu desinfizieren. Nur so kann sicher gegangen werden, dass sich die zurückgebliebenen Viren nicht weiter verbreiten und neue Dellwarzen entstehen lassen. Um die Behandlung auch bei Kindern relativ problemlos und schmerzfrei durchführen zu können, werden bei diesen die betroffenen Hautstellen gegebenenfalls mit einer speziellen Creme örtlich betäubt. Diese Creme muss für etwa eine Stunde unter einer bestimmten Folie einwirken, bevor dann mit der gewöhnlichen Entfernung der Dellwarzen begonnen werden kann.

Eine Alternative zur Entfernung durch die Kürettage ist die sogenannte Kryotherapie, bei welcher die Dellwarze mit flüssigem Stickstoff vereist wird. Sollte der Patient die Dellwarzen jedoch lieber selbst behandeln, kann auch hier auf eine weitere Alternative zurückgegriffen werden. So gibt es beispielsweise eine spezielle Lösung, welche für die Selbstbehandlung von Dellwarzen geeignet ist. Diese enthält stark verdünnte Kalilauge und wird zwei Mal am Tag auf die Dellwarze aufgetragen. Dieser Vorgang wird solange fortgesetzt, bis sich die Dellwarze entzündet und daraufhin von selbst abheilt.

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Schon einfache Maßnahmen können die Entstehung von Dellwarzen verhindern

Da Dellwarzen jeden betreffen können, ist es umso wichtiger, ihnen gezielt vorzubeugen. Dies kann schon durch die Einhaltung einfacher Regeln und Maßnahmen erfolgen. So sollten Sie in erster Linie die Dellwarzen anderer Patienten nicht ohne Handschuhe oder ähnliche Hygieneartikel berühren. Aufgrund ihrer hohen Ansteckungsgefahr würde das Risiko einer eigenen Infizierung mit den Dellwarzen bei direktem Hautkontakt stark ansteigen.

Ebenfalls sollten Dellwarzen nicht selbst oder durch einen Laien ausgedrückt werden. Beim Ausdrücken kommt es zum Austreten einer breiigen Masse, welche eine Vielzahl von Viren enthält, die neue Dellwarzen entstehen lassen kann. Somit sollte das Ausdrücken von Dellwarzen ausschließlich bei einem Hautarzt erfolgen. Dieser hat die Möglichkeit, die Dellwarzen mit geeigneten Werkzeugen hygienisch sauber auszudrücken und die Virenmasse anschließend zu entfernen. Im Anschluss an die Entfernung wird zudem der betroffene Hautbereich vollständig desinfiziert, um weiteren Übertragungen aus dem Weg zu gehen.

Neben dem direkten Kontakt zu betroffenen Hautstellen, sollten jedoch auch Berührungen mit allen Gegenständen vermieden werden, welche vom Patienten benutzt werden. So sollten vor allem im Badezimmer Hygieneartikel wie Handtücher, Bademäntel, Waschlappen, aber auch Cremes oder Seife strikt getrennt verwendet werden. Andernfalls wird ein leichter Übertragungsweg für die Dellwarzen geschaffen und eine Ansteckung unterstützt. Des Weiteren sollten beim Geschlechtsverkehr Kondome verwendet werden, um eine Infizierung mit Dellwarzen im Intimbereich zu verhindern.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen sollten ebenfalls bei Neurodermitis-Patienten eingehalten werden. Da bei ihnen ein erhöhtes Risiko einer Dellwarzen-Infektion besteht, empfiehlt es sich hier, ihre Haut regelmäßig mit geeigneten Cremes und Lotionen zu pflegen. Bereits vorhandene Dellwarzen sollten jedoch nicht mit Cremes versorgt werden, da auch hier wieder das Risiko steigt, die Viren weiter zu verschleppen oder andere Personen anzustecken.