Körperpflege

Körperpflege, Hautpflege und Warzen

Sie legen Wert auf Körperpflege? Sie wollen gesund wirken und gesund leben? Dann sollten Sie den folgenden Artikel lesen, denn er spannt den Bogen von der Körperpflege über die Notwendigkeit gezielter Hautpflege bis hin zu Warzen und deren Ursache.

Körperpflege in der Gesellschaft

In unserer heutigen Leistungsgesellschaft ist die Funktionalität des menschlichen Körpers eine der wichtigsten Voraussetzungen für Anerkennung und Wohlbefinden. Die Vorbilder der Werbeindustrie sind makellos, stark, gesund und gerade deswegen scheinbar erfolgreich. Dementsprechend genießen die Themen Körperpflege und Hautpflege in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert. Ein gesundes Hautbild wird oft mit einem gesunden und funktionierenden Körper gleichgesetzt.

Notwendigkeit zur Körperpflege

Leider ist unsere Umwelt vollgestopft mit Bakterien, Viren, Pilzen und anderen Mikroorganismen, die Hautkrankheiten (auch „Dermatosen“ genannt) verursachen können. Eine geschwächte Abwehr, gestörte oder verminderte Durchblutungsverhältnisse, übermäßiges Schwitzen und ein feuchtes Milieu begünstigen die Entstehung. Deshalb sollten Sie sich die Frage stellen, ob Ihre Haut gesund ist oder gezielte Maßnahmen zur Hautpflege notwendig sind.

Störenfried „Warze“

Eine der am weitesten verbreiteten Hauterkrankungen sind Warzen. Warzen werden durch Viren verursacht, die sich in der Haut festsetzen, wenn diese angegriffen ist und kleinste Risse aufweist. Dazu reichen übrigens schon das ganz normale Bewegen der Füße in Schuhen oder Putztätigkeiten mit den Händen. Da Warzen überwiegend an Händen und Füßen auftreten, werden Sie meistens als störend empfunden.

Somit kommt der Hautpflege als Teil der Körperpflege eine besondere Bedeutung zu. Nur ein intaktes Hautbild kann als Barriere dienen, um Viren, Bakterien und Mikroorganismen abzuwehren. Betrachten wir also näher, wie Sie mit Körperpflege und Hautpflege gezielt gegen Warzen und andere „Feinde“ vorgehen können.

Exkurs Körperpflege: Funktion der Haut

Die Haut altert

Zunächst einmal spielt das Alter der Haut eine wesentliche Rolle. Kinderhaut ist in der Regel trockener als die Haut erwachsener Menschen. Ab dem 12. Lebensjahr ist die Haut hinsichtlich Aufbau und Funktion der Haut des Erwachsenen bereits gleichgestellt. Mit zunehmendem Alter (ab dem 40. bis 50. Lebensjahr) ändert sich die Hautstruktur: Oberhaut und Lederhaut werden dünner, die Durchblutung nimmt ab, und es zeigt sich ein Rückgang der Talg- und Schweißproduktion. Dies führt dazu, dass die Haut trocken und empfindlich wird.

Körperpflege über die Haut

Die Haut betreibt selbständig Körperpflege: sie schützt vor schädlichen Umwelteinflüssen. Nehmen diese Einflüsse überhand, verliert die Haut ihren natürlichen Schutzmechanismus. Chemische Substanzen, wie z.B. Weichmacher, Konservierungs- und Farbstoffe, künstliche Duftstoffe und Bindemittel, beeinflussen nicht nur die äußere Haut. Da die Haut mit dem Schleimhautsystem des Körpers in Verbindung steht, können auch Mikroorganismen innerhalb des Körpers geschädigt werden. Sind dann die Ausleitungsorgane wie Nieren und Darm überfordert, werden eingelagerte Säuren wieder über die Haut ausgeschieden. Die Haut beginnt zu jucken, ist insgesamt sehr trocken und gereizt. Risse entstehen und Warzen finden wieder neue Nistplätze.

Neben den körpereigenen Ungleichgewichten zerstören natürlich auch mechanische Einflüsse, wie z.B. Verletzungen, Reibungen oder Hitze das Gleichgewicht der Haut. Selbst die Psyche des Menschen hat Auswirkungen auf das Hautbild („Spiegelbild der Seele“). Und zu guter Letzt: auch Darmstörungen können sich in Form von Hautproblemen bemerkbar machen. Insgesamt also viele Ansatzpunkte für effektive Körperpflege.

Entstehung und Formen von Warzen

Warzen sind Hautwucherungen, ausgelöst durch Warzenviren. Warzen sind unbeliebt, weil sie das Hautbild entstellen, zählebig sind und manchmal auch sehr schmerzhaft. Kinder sind häufiger von Warzen befallen als Erwachsene; die Übertragung erfolgt nur von Mensch zu Mensch. Da Warzenviren überall vorzufinden sind, gibt es kein typisches Milieu zur Ansteckung. Besonders anfällig für Warzen sind allerdings Menschen mit einem geschwächten Immunsystems (trockene Haut, Heuschnupfen, Allergien) und schwitzigen Händen oder Füßen.

Die häufigste Warze: die vulgäre Warze

Am häufigsten tritt die vulgäre oder gemeine Warze auf, vor allem an Händen und Fingern. Die Warze ist eine kreisrunde, zwei bis drei Millimeter breite Hautwölbung, die im Laufe von Wochen und Monaten schmerzfrei entsteht und wächst. Typischerweise treten gemeine Warzen erst einzeln auf und verbreiten sich dann nach einiger Zeit über die gesamte Hand und teilweise auch auf die gegenüberliegende Hand (Tochterwarzen). Der Körper hat sich dann selber angesteckt, in dem beim Kratzen an den Warzen infektiöses Material weitergetragen wurde.

Die Warze für empfindliche Haut: die Dellwarze

Diese Ausprägung der Warze, die sogenannte „Dellwarze“, befällt überwiegend Menschen mit empfindlicher Haut. Die Warzen sind kreisrund, weich, hautfarben bis hellrot und haben eine kleine Delle in der Mitte. Sie platzieren sich im Gesicht, an Armen, Beinen oder am Rumpf. Auslöser dieser Warze ist ein Virus aus der Pockenfamilie. Der Infektionsweg verläuft auch hier von Mensch zu Mensch.

Die gefährlichste Warze: die Feigwarze

Die Feigwarze ist die gefährlichste Warze. Sie wird ebenso wie die vulgäre Warze durch Humane Papillomviren (HPV) ausgelöst. Man spricht hier auch von Feuchtwarzen, Genitalwarzen, Spitzwarzen, Vaginalwarzen oder Peniswarzen. Diese Warzen sind alle äußerst ansteckend! Da die Übertragung von Warzen fast immer durch intimen zwischenmenschlichen Kontakt entsteht, befallen sie primär den Genitalbereich (z.B. auf der Eichel, bei Frauen im Scheideneingang und Analbereich). Diese Warzen sehen meist aus wie kleine Fäden und sind heller als die umgebende Schleimhaut.

Warzen im Alter

Im Alter – meist ab dem 50. Lebensjahr – müssen Sie mit Alterswarzen rechnen. Diese Warzen sind gutartig, aber als hellbraune bis fast schwarze Wucherungen auf der Haut deutlich zu erkennen. Im Gegensatz zu den vorab genannten Warzen sind Alterswarzen nicht ansteckend, da sie nicht durch Viren verursacht werden.

Weitere Typen von Warzen sind:

  • Plantarwarzen (auch Dornwarze oder Mosaikwarze genannt);
  • Flachwarzen (Planwarze);
  • Juvenile Warzen (Flachwarze);
  • Pinselwarzen.

Warzen bleiben!

Allein dem Warzen verursachenden humanen Papillomvirus werden mittlerweile über 100 Sub-Virentypen zugeordnet. Generell gilt: Von der Infektion bis zum Ausbruch von Warzen kann es Monate dauern: die Inkubationszeit beträgt zwischen 4 Wochen und 8 Monaten. Warzen sind Rezidive, d.h. sie kommen trotz erfolgreicher Behandlung gerne wieder und der Behandlungszyklus wiederholt sich.

Körperpflege als Teil der Gesundheitspflege

Mehr Gesundheit durch Körperpflege

Richtige Körperpflege geht immer einher mit richtiger Gesundheitspflege. Sind die inneren und äußeren Körperfunktionen im Gleichgewicht, kann Ihr körpereigenes biologisches Abwehrsystem, das sogenannte „Immunsystem“, schädliche Krankheitserreger abwehren. Sie benötigen also ein gesundes Immunsystem, um sich im Kampf gegen Warzenviren erfolgreich zu behaupten.

Körperpflege durch Immunsystem

Die Grundlagen für ein intaktes Immunsystem bilden:

  • eine ausgewogene Ernährung mit Mineralien und Vitaminen
  • ausreichend Schlaf
  • regelmäßige Bewegung, insbesondere Ausdauertraining
  • regelmäßige Abhärtung, z.B. durch Saunagänge und Wechselduschen

Vermeiden Sie Stress und kontraproduktive Aktivitäten, wie Rauchen, Alkohol, UV-Strahlung und Kälte.

Körperpflege

Im Folgenden stellen wir die äußere Körperpflege in den Fokus. Zur Körperpflege gehört:

  • die Hautpflege
  • die Pflege der Haare
  • die Pflege der Finger- und Zehennägel
  • die Zahnpflege
  • die Mundhygiene insgesamt

Ziel der Körperpflege sollte es immer sein, Krankheiten und unangenehme Körpergerüche zu vermeiden. Mangelnde Körperpflege und -hygiene führen zwangsläufig zu Infektionen, wie z.B. Warzen und Parasitenbefall.

Hier entstehen Warzen

Betrachten Sie hierzu bitte einmal die Areale, in denen häufig und gerne Warzen entstehen:

  • An Händen, Finger- und Zehennägeln entstehen meist gewöhnliche Warzen, die gerade bei Jugendlichen und Kindern recht flach und hautfarben sind.
  • Füße: An den Druckstellen der Füße entstehen häufig Warzen, die wie kleine dunkle Punkte aussehen.
  • Gesicht: An den Augenlidern und zwischen Kinn und Mund siedeln sich gerne Warzen an, die als Pinselwarzen bezeichnet werden.
  • Genitalbereich: Warzen entstehen vor allem an Penis, Scheide und Anus (sog. „Feigwarzen“).
  • Mund: Auch hier können sich Warzen ansiedeln, da sie sich in den Schleimhäuten sehr wohl fühlen.

Es fällt sofort auf, dass die Bereiche der Körperpflege mit den Besiedlungsgebieten der Warzen korrelieren.

Hautpflege und Hautfeuchte

Körpereigene Hautpflege

Damit Ihre Haut Warzenviren und andere schädliche Einflüsse abwehren kann, braucht sie einen funktionsfähigen Säureschutzmantel und eine angemessene Hautfeuchte. Der Säureschutzmantel besteht aus Schweiß, Talg und Wasser und hat idealerweise einen pH-Wert zwischen 4 und 6. Die Hautfeuchte wird in der Regel durch die gesunde Haut selbst reguliert. Ist sie nicht ausgewogen, kann die Haut beispielsweise spannen, jucken oder schuppig werden.

Hautpflege – als Mittel gezielter Körperpflege – hat also die Aufgabe, Säureschutzmantel und Hautfeuchte im Sinne eines intakten Hautbildes zu unterstützen.

Hautpflege für normale Haut

Hautpflege für normale Haut konzentriert sich überwiegend auf Öl-in-Wasser-Emulsionen (Cremes, die mehr Wasser als Fette enthalten), damit die Haut nicht überfettet wird.

Hautpflege für trockene Haut

Hautpflege für trockene Haut nutzt gerne Pflegeprodukte, um die Anzahl an Lipiden (Fetten) in der Hornschicht zu erhöhen. Die Körperpflege sollte mit Wasser-in-Öl-Emulsionen erfolgen. Diese glätten die raue Hautoberfläche und verhindern einen weiteren Wasserverlust über die Oberhaut. Wasserbindende Inhaltsstoffe erhöhen ebenfalls die befeuchtende Wirkung.

Hautpflege für fettige und ölige Haut

Hautpflege für fettige Haut verlangt eher leichte Öl-in-Wasser-Emulsionen oder fettfreie Fluids. Achten Sie bei den Produkten der Körperpflege auf die Kennzeichnung „nicht-komedogen“, da diese seltener Mitesser verursachen.

Hautpflege für Mischhaut

Bei Mischhaut beginnt die Hautpflege damit, die jeweiligen Hautpartien entsprechend einzuordnen. Für die trockenen Hautbereiche erfolgt die Hautpflege dann mit Wasser-in-Öl-Emulsionen, für die fettigen Partien mit Öl-in-Wasser-Emulsionen (enthalten mehr Wasser als Öl/ Fette).

Hautpflege für empfindliche Haut

Hautpflege für empfindliche Haut bedeutet, eine große Anzahl der marktgängigen Pflegeprodukte nicht nutzen zu können. Empfindliche Haut benötigt Mittel zur Körperpflege, die möglichst wenige Inhaltsstoffe enthalten. Schädlich und kontraproduktiv sind Reizstoffe oder Allergene.

Hautpflege und Körperregionen

Hautpflege gegen Warzen an den Händen

Die Innenflächen der Hände sind unbehaart, ohne Talgdrüsen, aber mit vielen Schweißdrüsen versehen. Die Haut am Handrücken ist dünner und meist trockener als in der Innenfläche. Sind die Handinnenflächen feucht und die Handrücken trocken, setzen Sie zur Hautpflege idealerweise zwei unterschiedliche Pflegepräparate ein. Sind beide Handseiten trocken, sollten Sie besonders reichhaltige Pflegeprodukte auftragen. Tragen Sie diese Pflegemittel jedoch nicht auf, wenn Sie Bläschen, Erosionen oder Nässen an den Händen haben. Das würde zu sehr schmerzen! Einer starken Schweißbildung in den Handinnenflächen können Sie mit schweißhemmenden Produkten entgegen wirken.

Hautpflege gegen Warzen an den Füßen

Die Haut am Fußrücken ist dünn und benötigt eher rückfettende Präparate. Die Fußsohlen enthalten viele Schweißdrüsen, die Feuchtigkeit an den Fußsohlen und zwischen den Zehen kann leicht bakterielle und mykotische (Pilz-) Infektionen hervorrufen. Druckstellen bilden ideale Nistplätze für Warzen. Nutzen Sie deshalb je nach Stand der Dinge zur Hautpflege schweißhemmende oder reichhaltige Pflegemittel; tragen Sie adäquate Strümpfe (besser Baumwolle als Synthetik); reiben und halten Sie die Füße nach dem Baden/Duschen möglichst trocken; achten Sie auf die Haut an den Zehen und Zehenzwischenräumen. Zudem sollten Sie in Saunen, Schwimmbädern, Saunen und Hotelzimmern Pantoffeln oder Badelatschen tragen. So verringern Sie die Chance, dass sich an den Füßen Warzen bilden.

Hautpflege gegen Warzen im Gesicht und am Hals

Nutzen Sie hier spezielle Gesichtspflegemittel, da die Gesichtshaut über ein recht lockeres Netzwerk aus Kollagenfasern verfügt. Beachten Sie die talgdrüsenreichen Areale (Nasolabialfalte, untere Stirn, Kinn), an denen bevorzugt Hautirritationen und -erkrankungen auftreten können.

Hautpflege gegen Warzen rund ums Auge

Die Haut an Augenlidern und unterhalb des Auges (periorbital) ist dünn und produziert kaum Lipide. Hautpflege mit zu häufigem Reiben kann zu Faltenbildung führen. Tragen Sie deshalb adäquate Pflegeprodukte nur mit leicht klopfenden Bewegungen auf.

Vorbeugung gegen Warzen im Genitalbereich

Im Genitalbereich kommt es zur Bildung von Feigwarzen, meist bei jungen Menschen zwischen 20 und 24 Jahren. Im Gegensatz zu den anderen Hautpartien helfen hier zur Vorbeugung gegen Warzen keine Präparate der Hautpflege, sondern Kondome oder Schutzimpfungen (HPV-Vierfachimpfung).

Körperpflege durch Mundhygiene zur Vermeidung von Warzen

Im Mundbereich treten Warzen auf den Lippen und innerhalb der Mundschleimhäute auf. Bereits ein Kuss mit einer infizierten Person kann zur Ansteckung führen. Die Mundpflege nimmt insbesondere bei infizierten Personen einen besonderen Stellenwert ein, um eine weitere Verbreitung der Warzenviren zu verhindern. Zur Mundhygiene gehören Zahnprophylaxe, Zahnpflege, Mundspülungen und Zungenpflege.

Körperpflege und Hautpflege im Überblick: Maßnahmen für weniger Warzen

 
Körperpflege: Stärken Sie Ihr Immunsystem!
Betreiben Sie innere Körperpflege! Bringen Sie Ihren Kreislauf in Schwung. Treiben Sie Sport. Verzichten Sie auf Alkohol, Rauchen und übertriebene UV-Strahlung.

Hautpflege: Tragen Sie Badeschuhe in Nassbereichen!
Ob Schwimmbad, Umkleideräume oder Sauna: wenn Sie den direkten Bodenkontakt vermeiden, können Warzen ihren potenziellen Wirt nicht so einfach befallen.

Hautpflege: Trocknen Sie sich immer gut ab, und zwar mit ihrem eigenen Handtuch!

Hautpflege: Betreiben Sie Hautpflege entsprechend Ihres Hautbildes!
Nutzen Sie zur Hautpflege nur eigene Kosmetika und Hilfsmittel! Es ist zwar praktisch, dass Deo-Roller und Kosmetikpinsel direkt auf der Haut liegen, aber damit werden auch Warzen übertragen.

Hautpflege: Finger weg von vorhandenen Warzen!
Sie riskieren die Übertragung auf andere Körperregionen.

Vorbeugung: Nutzen Sie Kondome!
Rund 60 Prozent der Deutschen tragen Warzen in sich, nämlich Subtypen des humanen Papillomvirus.

Vorbeugung: HPV-Impfung!
Junge Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren sollten sich gegen Gebärmutterhalskrebs impfen lassen. Somit werden auch Viren bekämpft, die Genitalwarzen verursachen und die Krebserkrankung begünstigen.