Ärztliche Untersuchung

Eine ärztliche Untersuchung berücksichtigt zahlreiche Faktoren

Die ärztliche Untersuchung – es beginnt oft mit der Blickdiagnose

Als ärztliche Untersuchung wird allgemein die Summe der diagnostischen Tätigkeiten und Verfahren bezeichnet, welche von Medizinern im Rahmen der Versorgung von Patienten durchgeführt und veranlasst werden. Unter anderem hat eine ärztliche Untersuchung das Ziel, eine Diagnose zu stellen. Im engeren Sinne beinhaltet die ärztliche Untersuchung zunächst nur die so genannte körperliche Untersuchung des Patienten. Hierzu gehört auch die so genannte Blickdiagnose.

Bei dieser Art der Diagnose wird eine Gesundheitsstörung oder eine krankhafte Veränderung anhand der einfachen Betrachtung des Patienten erkannt, was auch die Bezeichnung „Blickdiagnose“ erklärt. Dabei bezieht sich die Blickdiagnose in vielen Fällen auf Erkrankungen der Haut, sie kann aber auch Hinweise auf innere Erkrankungen liefern. Der Mediziner bezieht bei der Blickdiagnose seine gesammelten Beobachtungen zum Beispiel zur Hautfärbung, zur Körperhaltung oder zum Geruch der Atemluft der Patienten in die Diagnose mit ein und setzt sie zu den Erfahrungen in Beziehung, die er bereits mit der Diagnose bei anderen Erkrankten gesammelt hat. Im Zusammenhang mit der Blickdiagnose liefert vor allem die Betrachtung des Gesichts oft wichtige Rückschlüsse. In der Ausbildung von Heilpraktikern spielt die Blickdiagnose ebenfalls eine wichtige Rolle.

Neben der Blickdiagnose werden auch apparative und laborchemische Verfahren als ärztliche Untersuchung bezeichnet, für die auch der Begriff Diagnose verwendet wird. Diese gehen über die Ebene der reinen Blickdiagnose meist deutlich hinaus. Je nach Situation kann eine ärztliche Untersuchung allein auf die Symptome bezogen sein, es kann für eine Diagnose aber auch eine Ganzkörperuntersuchung vorgenommen werden.

Die körperliche ärztliche Untersuchung wird zur Stellung einer Diagnose meist durch apparative und labortechnische Verfahren unterstützt. Oft stehen bei einer ärztlichen Untersuchung mehrere Verfahren zur Diagnose in Konkurrenz. Dann sind Faktoren wie die Belastung des Patienten, Kosten und die Aussagekraft für eine Diagnose zu berücksichtigen und auch die einfache Blickdiagnose nicht zu vernachlässigen.

Eine ärztliche Untersuchung kann zur Diagnose unterschiedliche Verfahren nutzen

Die Röntgenuntersuchung ist eine ärztliche Untersuchung, die zu den bildgebenden Verfahren gehört, wobei durch Röntgenstrahlen ein Abbild eines Körperbereichs für eine Diagnose erstellt wird. Die Strahlen treffen auf einen Röntgenfilm oder werden digital umgewandelt, wodurch das Röntgenbild für die Diagnose entsteht. Der Oberbegriff Röntgen als Form der ärztlichen Untersuchung beinhaltet neben dem klassischen Verfahren auch andere Methoden.

So lässt sich die Diagnose einer Erkrankung mancher Organe wie des Darms oder des Harnsystems nicht anhand einer Röntgenaufnahme stellen. Die Mediziner verabreichen als ärztliche Untersuchung in solchen Fällen zum Beispiel Kontrastmittel, um das jeweilige Organ sichtbar zu machen und zu einer Diagnose zu kommen. Auch Blutgefäße lassen sich für eine Diagnose durch Kontrastmittel sichtbar machen, diese ärztliche Untersuchung bezeichnet man als Angiografie.

Die Computertomografie (CT) gehört ebenfalls zu den Röntgenverfahren, wobei diese ärztliche Untersuchung das Gewebe für eine Diagnose mehrdimensional abbildet. Es werden Schichtaufnahmen des Körpers gemacht, und aus den Einzelbildern wird per Computer ein hochauflösendes Abbild des Organs für eine Diagnose erstellt. Mit der Computertomografie lassen sich innere Verletzungen oder auch Krebserkrankungen erkennen. Eine Röntgenuntersuchung als ärztliche Untersuchung hat den Vorteil, dass dieses Verfahren der Diagnose keine Schmerzen verursacht, zudem erlauben die entstehenden Bilder meist schon eine Blickdiagnose.

Die Magnetresonanztomographie (MRT) oder Kernspintomographie ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper. Es erlaubt die Beurteilung der inneren Organe und eine Diagnose krankhafter Organveränderungen durch Anfertigung von Schnittbildern. Diese ärztliche Untersuchung basiert auf sehr starken Magnetfeldern, mit denen bestimmte Atomkerne im Körper angeregt werden, so dass die für eine Diagnose zu beobachtenden Strukturen selbst zu strahlen beginnen. Die MRT-Untersuchung als ärztliche Untersuchung macht im Gegensatz zu den Röntgenverfahren manche Organe wie zum Beispiel Nerven- und Hirngewebe für eine Diagnose erst darstellbar.

Die Sonografie ist eine ärztliche Untersuchung von organischem Gewebe durch Ultraschall, der vom Objekt reflektiert wird. Aus dem reflektierten Signal wird dann die Struktur der untersuchten Organe oder Gewebe für eine Diagnose rekonstruiert. Generell lassen sich alle wasserhaltigen, blutreichen Organe (etwa die Gallenblase, Halsschlagadern oder die Schilddrüse) für eine Diagnose gut per Ultraschall untersuchen, während sich bei gashaltigen oder von Knochen bedeckten Organen (Lunge, Gehirn) nur schlecht eine Diagnose per Sonografie als ärztliche Untersuchung stellen lässt.

Als Szintigraphie bezeichnet man eine ärztliche Untersuchung aus der Nuklearmedizin, bei welcher dem Patienten radioaktiv markierte Stoffe gespritzt werden, so dass für eine Diagnose Gewebe wie die Schilddrüse oder das Skelett sichtbar werden. Die Szintigrafie eignet sich als ärztliche Untersuchung etwa für die genaue Diagnose von Entzündungsherden.

Das Elektrokardiogramm (EKG) ist eine ärztliche Untersuchung, bei der die elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskelfasern aufgezeichnet und der Herzrhythmus, die Herzfrequenz sowie die elektrische Aktivität von Herzvorhöfen und Herzkammern abgelesen werden können. Für die Diagnose etwa von Herzrhythmusstörungen ist das EKG als ärztliche Untersuchung unverzichtbar, bezüglich der Diagnose anderer Herzerkrankungen gibt es als ärztliche Untersuchung dagegen lediglich Hinweise.

Das Elektroenzephalogramm (EEG) ist eine Methode der medizinischen Diagnose zur Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns und als ärztliche Untersuchung ein Standardverfahren in der Neurologie. Es wird zum Beispiel bei der Diagnose von Epilepsien verwendet und zur Diagnose von Koma- oder Narkosetiefe genutzt. In der Schlafmedizin wird diese ärztliche Untersuchung oft zur Diagnose von Schlafstörungen genutzt.

Die Rektoskopie ist eine ärztliche Untersuchung des Mastdarms oder Rektums als Teil des Enddarms. Diese ärztliche Untersuchung dient der Diagnose von Erkrankungen des Analkanals und des Mastdarms, wie etwa Entzündungen oder Polypen. Auch stellt sie als ärztliche Untersuchung einen Bestandteil der Krebserkennung dar. Im Gegensatz zur Rektoskopie handelt es sich bei der Koloskopie um eine Spiegelung des kompletten Dickdarms. Auch diese ärztliche Untersuchung dient zur Diagnose und Früherkennung von Erkrankungen.

Bei Hautveränderungen spielen die Blickdiagnose und das Betupfen mit Essigsäure eine wichtige Rolle

Eine ärztliche Untersuchung im Zusammenhang mit der Blickdiagnose von Hauveränderungen im Genitalbereich ist die so genannte Kolposkopie (Gebärmutterhalsspiegelung), bei der ein Kolposkop (Beleuchtungsmikroskop) genutzt wird. Um die Hautveränderungen für eine Blickdiagnose sichtbar zu machen, wird häufig zunächst der so genannte Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) angewendet. Bei diesem Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) handelt es sich um eine ärztliche Untersuchung zur Diagnose von Zellveränderungen der Haut oder Schleimhaut und auch zur Diagnose von bestimmten Warzen. Der Essigsäuretest definiert generell das Betupfen mit Essigsäure von möglicherweise betroffenen Hautarealen.

Dieses einfache Betupfen mit Essigsäure lässt als erstes den Schleim auf den Zellen ausfällen. Diese Ausfällung basiert auf einer beim Betupfen mit Essigsäure stattfindenden chemischen Reaktion. Bei dieser verfärben sich die Schleimhautareale mit Zellveränderungen weißlich und werden für eine Blickdiagnose sichtbar, nachdem das Betupfen mit Essigsäure kurze Zeit vorher erfolgt ist. Weiterhin führt ein Betupfen mit Essigsäure in Arealen mit verhornenden Prozessen dazu, dass ein ebenfalls weißlicher Belag für eine Blickdiagnose sichtbar wird. Dieser entsteht dadurch, dass beim Betupfen mit Essigsäure kein Eindringen derselben in die Hautzellen erfolgt.

Das Betupfen mit Essigsäure lässt zusätzlich bereits fortgeschrittene Veränderungen der Hautzellen charakteristisch aufquellen. Auch diese Quellung basiert auf einer durch das Betupfen mit Essigsäure ausgelösten chemischen Reaktion. All diese durch das Betupfen mit Essigsäure sichtbar gemachten Veränderungen ermöglichen direkt eine erste Blickdiagnose durch den Arzt. Wenn sich die durch die Blickdiagnose entdeckten Veränderungen in den Gebärmutterhalskanal erstrecken, erfolgt hier ein erneutes Betupfen mit Essigsäure. Die Befunde des Essigsäuretests (Betupfen mit Essigsäure) werden nach der Blickdiagnose fotografiert, um später Vergleichsmöglichkeiten für eine weitere Blickdiagnose zu besitzen. Bei möglichen Folgeuntersuchungen kann dann wieder ein Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) als ärztliche Untersuchung erfolgen.

Die Blickdiagnose spielt als ärztliche Untersuchung im Rahmen der Diagnose von Haut- und Schleimhauterkrankungen vor allem im Genitalbereich eine wichtige Rolle, ebenso wie der Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure). So können etwa durch die humanen Papillomaviren (HPV) verursachte Warzen oft bereits durch Blickdiagnose bei einer ärztlichen Untersuchung festgestellt werden. Bestimmte Typen von HPV Viren sind dafür bekannt, dass sie bei Frauen Veränderungen der Zellen am Gebärmutterhals und am Muttermund hervorrufen, welche sich zu Krebs weiter entwickeln können. Dementsprechend sind auch hier eine entsprechende ärztliche Untersuchung und eine genaue Diagnose im Rahmen einer Früherkennung elementar, wobei eine Blickdiagnose in Kombination mit einem Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) erste Anhaltspunkte liefert. Meist beginnt hier die ärztliche Untersuchung dann auch mit einer Blickdiagnose und wird durch verschiedene Diagnoseverfahren wie dem Betupfen mit Essigsäure (Essigsäuretest) ergänzt.

Blickdiagnose und das Betupfen mit Essigsäure bei Feigwarzen

Feigwarzen sind zum Beispiel Warzen im Genitalbereich, die sich ebenfalls durch eine Infektion mit HPV entwickeln können. Sie zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen, und die Diagnose ist in den meisten Fällen relativ einfach zu stellen. Oft erkennt der erfahrene Mediziner die Feigwarzen schon aufgrund einer reinen Blickdiagnose bei einer ersten ärztlichen Untersuchung. Das Betupfen mit Essigsäure kann zudem kleine oder mit der ersten Blickdiagnose bei einer ärztlichen Untersuchung nicht erkannte Feigwarzen leicht sichtbar machen. Diese färben sich durch chemische Reaktionen mit der Haut beim Betupfen mit Essigsäure weißlich, so dass eine Blickdiagnose möglich wird.

Generell handelt es sich bei den Feigwarzen um eine ansteckende Viruserkrankung, die bei unbehandeltem Bestehen über Jahre hinweg zu Wucherungen und auch zu Krebs führen können. Allgemein sollte jede Veränderung im Genitalbereich einem Hautarzt zumindest für eine Blickdiagnose und eine ärztliche Untersuchung vorgestellt werden, um mögliche bösartige Veränderungen auszuschließen. Das Betupfen mit Essigsäure kann bei der ärztlichen Untersuchung dann im Rahmen einer Blickdiagnose einen ersten Hinweis auf Hautveränderungen liefern und zu einer weiteren Diagnose genutzt werden.

Ein Betupfen mit Essigsäure wird von vielen Betroffenen als erster Test bei möglichen Hautveränderungen im Genitalbereich für eine eigene Blickdiagnose selbst durchgeführt. Allerdings sind die beim Betupfen mit Essigsäure entstehenden weißen Stellen nicht zwingend Feigwarzen oder durch HPV Viren verursachte Hautveränderungen. Der Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) kann auch andere entzündliche Veränderungen sichtbar machen. Letztendlich kann nur durch die Blickdiagnose eines Mediziners und eine entsprechende ärztliche Untersuchung auch eine endgültige und aussagekräftige Diagnose nach einem Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) gestellt werden.

Beim Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) wird im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung in der Regel mit einer drei- bis fünfprozentigen Lösung gearbeitet. Dies sollte man auch beachten, wenn man selbst an verdächtigen Stellen einen Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) vornehmen möchte. Wird zum Betupfen mit Essigsäure eine höherprozentige Lösung verwendet, kann es zu Verätzungen der Häute und Schleimhäute kommen, was ebenfalls schnell durch Schmerzen und eine Blickdiagnose deutlich wird.

Wenn beim Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) weiße Veränderungen aufgetreten und diese von einem Arzt per Blickdiagnose und weiterer Diagnose als Feigwarzen bestätigt worden sind, sollte sich auch der jeweilige Partner einer ärztlichen Untersuchung mit Blickdiagnose und Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) unterziehen. In einem solchen Fall ist es sehr wahrscheinlich, dass auch er sich mit HPV Viren infiziert und möglicherweise auch die Diagnose Feigwarzen erhält, die sich durch den Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) und die Blickdiagnose schnell nachweisen lassen. Auch nach einer erfolgreichen Behandlung und Ausheilung einer Infektion sollte regelmäßig eine ärztliche Untersuchung mit Blickdiagnose und Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) erfolgen.

Das Betupfen mit Essigsäure wird in der heutigen Medizin in der Regel nur noch als Essigsäuretest im Bereich der Dermatologie vor einer Blickdiagnose angewendet. Hier hat der Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) den Vorteil, dass er schnelle Ergebnisse für eine Blickdiagnose liefert. Zudem verursacht das Betupfen mit Essigsäure auch nur geringe Kosten.

Selbstdiagnose mit Essigsäuretest

Da der Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) so einfach und simpel ist, wird er auch gern für die Selbstdiagnose bzw. die eigene Blickdiagnose genutzt. Der Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) ist aber als Verfahren für die eigene Blickdiagnose ohne Fachwissen nur sehr bedingt geeignet. Hat man einen Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) zuhause selbst durchgeführt, kann dieser in Form einer ersten Blickdiagnose immer nur einen Hinweis auf Hautveränderungen liefern, dem dann durch einen zusätzlichen Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) und einer Blickdiagnose beim Dermatologen weiter nachgegangen werden sollte.

Früher wurde die Substanz Essigsäure auch als Riechmittel bei Ohnmacht und Schwindel eingesetzt, das Betupfen mit Essigsäure wurde dabei als starker ablenkender Reiz für die Betroffenen genutzt. Das Betupfen mit Essigsäure zu diesem Zweck wird jedoch heutzutage kaum noch angewendet. Auch im Zusammenhang mit der Erstellung von Wickeln zur Abheilung und zur Fiebersenkung wird das Betupfen mit Essigsäure erwähnt. Für dieses Betupfen mit Essigsäure sollte eine fünfprozentige Lösung verwendet werden.

Der Essigsäuretest (Betupfen mit Essigsäure) sollte generell mit Vorsicht behandelt werden, da mittlerweile deutlich genauere Methoden zur Verfügung stehen, die ebenfalls eine schnelle Blickdiagnose von Hautveränderungen ermöglichen. Dennoch wird das Betupfen mit Essigsäure immer noch häufig in Kombination mit einer Blickdiagnose genutzt.