Chirurgische Entfernung

Die chirurgische Entfernung von Warzen auf dem Prüfstand

Sie sind eher harmlos, können immer wieder kommen und sehen sehr unschön aus: Warzen. Die chirurgische Entfernung der Warze ist nicht unbedingt die gängigste Methode, um die ansteckende Warze zu beseitigen. Doch kann dies eine Methode sein, die wirksam ist. Denn der Schönheitsmakel lässt sich nicht immer gut bekämpfen.

Die unterschiedlichen Warzen

Die chirurgische Entfernung klappt nicht bei allen Warzen und es können Narben zurückbleiben. Das schreckt aber viele Menschen nicht ab, denn sie möchten diese Quälgeister einfach nur loswerden. Haben Sie eine Warze an den Füßen, kann die Warze vor allen Dingen Schmerzen bereiten. Im Anal- oder Genitalbereich kann eine Warze auch noch andere Infektionen übertragen, weil die Bakterien und Co. ein leichtes Spiel haben.

Wie sieht es bei der Warze mitten im Gesicht beziehungsweise direkt auf der Nase aus? Wahrscheinlich wird es keine Hexe sein, doch treten die sogenannten Alterswarzen bei Menschen auf, die über sechzig Jahre alt sind. Es ist aber keine Warze im eigentlichen Sinn. Das liegt daran, dass kein Virus an dieser Warze schuld ist. Experten wissen, dass es sich eher um eine Verhornungsstörung handelt, die allerdings harmlos und genetisch bedingt ist. Die vermeintliche Warze kann sich als Knubbel am ganzen Körper verteilen. Doch die Gefahr bei der „Alterswarze“ ist, dass sie recht leicht verwechselt werden kann. Sie ist allerdings weder ansteckend noch bösartig. Der einzige Mensch, der beurteilen kann, welche Warze Sie plagt, ist der Hautarzt, auch Dermatologe genannt.

Der Papillomvirus (HPV) lässt die richtige Warze sprießen. Diese Warzen sind auch ansteckend. Dafür reichen schon eine kleinste Verletzung und ein schwaches Immunsystem aus. Sie kommen sehr häufig vor und treten oft an den Fingern oder auf dem Handrücken auf. Sie können besonders unansehnlich werden, weil die Oberfläche auch recht rau ist. Ebenso können sie sich verbreiten, wie ein Beet. Haben Sie auf dem Handrücken eine vulgäre Warze, können sich rundherum kleinere und viele Tochterwarzen bilden. Diese Form der Warze kann sich auch selbst heilen, doch durch eine chirurgische Entfernung kann der Quälgeist schnell verschwinden.

Dann gibt es noch die Flachwarzen (juvenile Warzen), die auch oft selbst wieder verschwinden. Eine Spontanheilung findet sich auch bei der Dellwarze, die auch häufig bei Kindern vorkommt. In der Mitte der Warze kann der Experte eine weißliche Masse ausdrücken, die breiig ist. Die Ansteckungsgefahr ist sehr hoch.

Sie können Sie schon spüren, bevor Sie sie sehen: die Dornwarze – eine besonders hartnäckige Warze. Vor allen Dingen schmerzt sie unter den Füßen. Die kommt vor allem dort an den Füßen oft vor, wo Ihr Fuß einem Druck ausgesetzt ist. Sie erkennen die Warze an den schwarzen oder roten Pünktchen in der Mitte. Der Schmerz ist beim Gehen eher stechend. Eine chirurgische Entfernung wird häufig von den Hautärzten empfohlen. Vor allen Dingen verschwindet diese Warze leider nicht von selbst wieder.

Diese Warzen gibt es noch

Kennen Sie die Fleischerwarzen? Dies sind in der Regel auch vulgäre Warzen, die gutartig sind. Das liegt daran, dass Fleischer ein hohes Verletzungsrisiko haben. Kommen Sie mit frischem Fleisch in Berührung (Schmierinfektion), können Sie sich leicht anstecken. Dann gibt es noch die sogenannten Mosaikwarzen. Diese treten an den Zehenballen gerne auf und können sich beetartig ausbreiten. Die Warze selbst ist nicht sehr groß und hat in etwa die Größe einer Stecknadel.

Es gibt diverse Möglichkeiten, eine Warze zu entfernen. Wichtig ist, dass Sie sich beraten lassen und das am besten vom Hautarzt. Nicht immer ist eine chirurgische Entfernung sinnvoll, weil diese auch Gefahren birgt.

Die chirurgische Entfernung einer Warze

Eine chirurgische Entfernung einer Warze ist eher selten. Das liegt daran, dass es keine Garantie dafür gibt, dass die Warze nicht mehr auftaucht. Haben Sie Pech, werden Sie nach einigen Wochen die Warze an einer ähnlichen Stelle wiederfinden. Doch kann eine chirurgische Entfernung die Warze in kürzester Zeit verschwinden lassen. Dafür wird in der Regel ein scharfer Löffel zur Ausschabung verwendet. Im Fachjargon heißt diese Kürette. Die Warze wird mit dem scharfen Löffel bis zur Wurzel beseitig.

Herkömmliche Warzen, wie beispielsweise die Dornwarzen, werden durch eine chirurgische Entfernung oft behandelt, weil diese meist sehr schmerzhaft unter dem Fuß sind. In diesem Fall ist eine schnelle Heilung sinnvoll. Der Hautarzt nutzt das spezielle Instrument (scharfer Löffel), nachdem rund um die Warze herum eine lokale Betäubung stattfindet. Sie werden von dem Eingriff nichts merken, außer dass Sie einen kleinen Einstich der Betäubungsnadel wahrnehmen. Die chirurgische Entfernung der Warze dauert in etwa zehn bis zwanzig Minuten, je nachdem wie groß die Warze ist, auch nur ein paar Minuten. Nachdem der Verband angelegt wurde, können Sie in der Regel die Hautarztpraxis verlassen. Der Hautarzt gibt Ihnen für zu Hause noch einige Anweisungen auf den Weg.

Nach dem die chirurgische Entfernung erfolgt ist, wird die Wunde mit einigen Stichen vernäht. In einigen Fällen wird eine sogenannte Drainage in die Wunde gelegt, damit keine Infektion entsteht und die Wundheilung so schneller erfolgt. Durch die Drainage können Körperflüssigkeiten, die zu viel und krankhaft sind, abgesaugt werden.

Viele Menschen möchten die Plagegeister einfach nur loswerden. Manchmal verschwinden Sie von alleine wieder und manche müssen etwas aufwendiger entfernt werden. Therapien gibt es sehr viele. Ob die chirurgische Entfernung der Warze für Sie infrage kommt oder eine andere, können Sie ausführlich mit Ihrem Hautarzt besprechen. Die chirurgische Entfernung der Warze ist leider keine risikofreie Behandlung.

Wann die chirurgische Entfernung angewandt wird

Versagen die anderen Methoden, wie beispielsweise das Vereisen der Warze, folgt meist die chirurgische Entfernung. Leider gibt es auch bei dieser Methode keine Garantie dafür, dass die Warze nie wieder kommt. Die chirurgische Entfernung einer Warze wird von Hautärzten nicht häufig verwendet, weil der Eingriff nicht angenehm ist und der Erfolg ist leider nicht immer von Dauer. Eine chirurgische Entfernung gibt es häufig bei der Warze Condylomata acuminata. Sie werden diese Warzen eher unter dem Begriff Genital-, Feucht- oder Feigwarzen kennen. Die Warze entsteht durch die sexuelle Übertragung. Damit müssen Sie auf jeden Fall schnellstens zum Arzt, weil diese Warze entarten und Krebs auslösen kann. Die chirurgische Entfernung dieser Warze ist eher mit Erfolg gekrönt, ebenso hat die Operation weniger Nebenwirkungen.

Eine chirurgische Entfernung einer Warze erfolgt auch häufig bei den Pinselwarzen. Diese treten meist im Gesicht (Lippen, Mund, Augen) auf. Die chirurgische Entfernung ist natürlich mit Risiken verbunden, doch können erfahrene Chirurgen sehr präzise das Warzengewebe abtragen. Erwachsene beschreiben den Eingriff als sehr unangenehm. Kinder werden bei dieser Operation häufig narkotisiert. Besonders bei der Warze im Genital- oder Analbereich kann die chirurgische Entfernung zum Einsatz kommen, ebenso wie bei der Warze in der Gebärmutter, der Harnröhre oder der Scheide.

Die chirurgische Entfernung einer Warze und die Vorgehensweise

Es gibt Warzen, die außen liegen, die vorab mit einem sogenannten Virostatika behandelt werden. Dies ist ein Mittel, das die Virenverbreitung hemmt. Diese Mittel werden oft bei Genitalwarzen angewandt. Die chirurgische Entfernung der Warze kann so optimiert werden. Erfolgt eine chirurgische Entfernung, reicht häufig eine örtliche Betäubung aus, doch manchmal ist auch eine Vollnarkose sinnvoll. Die chirurgische Entfernung erfolgt mit dem Skalpell oder mit dem scharfen Löffel. Um den restlichen Viren an den Kragen zu gehen, wird nach der Operation auch oft eine Elektrokoagulation durchgeführt. Es werden mit Strom nicht nur die restlichen Viren vernichtet, sondern es können auch kleinere blutende Gefäße mittels Strom sofort gestillt werden. Auch Gewebe, das hervorsteht und gutartig ist, kann gut abgetragen werden. Die Warze wird sozusagen verschmort. An den Füßen wird diese Methode eher nicht genutzt, weil es zu einer schmerzhaften Narbenbildung kommen kann.

Meist reicht es, wenn der Chirurg die Warze mit einem scharfen Löffel ausschabt. Statt einem scharfen Löffel kann auch als weitere Operationsmethode der Laser zum Einsatz kommen. Als medizinisches Instrument wird der Chirurg das Laserskalpell nutzen. Mit diesem Skalpell wird die Warze herausgeschnitten. Das Skalpell ersetzt den scharfen Löffel. Allerdings kann es auch bei der Laserbehandlung zu Schmerzen nach der Entfernung kommen, ebenso wie zu einer Narbenbildung.

Es gibt als chirurgische Entfernung einer Warze noch den sogenannten Farbstofflaser. Dieser Laser kann die Blutgefäße nach und nach austrocknen. Allerdings ist dies eine sehr langwierige Methode. Sie müssen mit einer Behandlungsdauer von circa zwei Wochen rechnen. Wobei Sie in diesen zwei Wochen mehrere Sitzungen über sich ergehen lassen müssen. Leider ist diese Lasermethode schmerzhaft. Der Patient nimmt einen Reiz der Verbrennung wahr. Allerdings ist bei dieser Methode die Rückfallquote nicht sehr hoch. Erfahrungsgemäß ist der Farbstofflaser für die Fußsohlenwarzen nicht geeignet.

Die chirurgische Entfernung der Warze und die Komplikationen

Fast bei jeder Methode können Beschwerden und Schmerzen auftreten. Die chirurgische Entfernung birgt die Gefahr, dass Infektionen, Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen entstehen. Die Narbe kann sich auch entzünden. Ebenso birgt die chirurgische Entfernung die Gefahr, dass die Viren verbreitet werden. So können entweder an derselben Stelle oder in der Umgebung eine weitere Warze oder sogar mehrere Warzen wieder entstehen.

Je nachdem, an welcher Stelle die Warze entfernt wurde, können Sie auch funktionelle Beeinträchtigungen bekommen. Die chirurgische Entfernung einer Warze am Auge kann durchaus die Sehfähigkeit beeinträchtigen, wenn diese nicht präzise durchgeführt wird. Allergische Reaktionen durch das Narkose- oder Betäubungsmittel können ebenso auftreten, wie Blutergüsse.

Der Operateur bemüht sich immer, dass der Eingriff gute kosmetische Resultate erzielt. Doch ist es durchaus möglich, dass durch eine schlechte Narbenheilung, die Narbe nicht verblasst. Besonders im Gesicht sieht dies unschön aus.

Die chirurgische Entfernung einer Warze und weitere Risiken

Erfolgt eine chirurgische Entfernung einer Warze am Fuß, birgt dies einige Risiken. Zum einen kommt es darauf an, wie tief die Narbe ist. Zum anderen müssen Sie in der Regel mit etwa zwei Wochen Arbeitspause rechnen, wenn Sie einen Beruf haben, indem Sie viel laufen müssen. Der Fuß braucht Ruhe, damit sich auch die Selbstheilungskräfte entfalten können. Treten Sie häufig auf und schonen den Fuß nicht, können Infektionen auftreten.

Die chirurgische Entfernung einer Warze und die Nachbehandlung

Die chirurgische Entfernung einer Warze bedarf immer einer Nachbehandlung. Die Wunde muss des Öfteren vom Operateur kontrolliert werden, und natürlich muss auch der Verband gewechselt werden. Ebenfalls müssen nach ein paar Tagen (10 bis 12 Tage) die Fäden wieder gezogen werden. Sie selbst sollten Verunreinigungen vermeiden, damit keine Bakterien in die Wunde gelangen. Ansonsten kann es zu Entzündungen kommen. Die chirurgische Entfernung einer Warze am Fuß kann Sie zu einer Bewegungspause zwingen. Sie müssen mit etwa zwei Wochen Pause rechnen. Sie sollten besonders darauf achten, dass Sie grundsätzlich keine Feuchtigkeit an die Wunde herankommen lassen.

Die Dauer der Behandlung nach der Entfernung der Warze ist immer abhängig von dem Operationsverlauf. Wie lange wurde operiert, wie groß ist die Wunde und wo befindet sich die Wunde. Ist die Warze oberflächlich, dauert die Heilung in etwa eine Woche. Dornwarzen benötigen meist eine längere Heilungsdauer. Das Pflaster werden Sie meist mehrere Wochen tragen müssen.

Das ist noch wichtig bei der Nachbehandlung

Die chirurgische Entfernung einer Warze birgt in der Regel keine großen Komplikationen, wenn Sie einige Dinge beachten. Achten Sie darauf, dass Sie die Wunde nicht aufkratzen. Gehen Sie auch nicht auf die Sonnenbank, weil dies zu Infektionen führen kann.

Die chirurgische Entfernung einer Warze birgt insbesondere Wundheilungsstörungen, wenn Sie nach der Operation direkt wieder rauchen. Ebenso ist Feuchtigkeit für eine frische Operationsnarbe nicht gut. Sie sollten deshalb darauf achten, dass kein Wasser an die Narbe kommt. Gehen Sie auch etwa zwei Monate nicht in die Sauna. Im besten Fall verblasst die Narbe nach einigen Wochen. Es kann auch sein, dass Sie gar keine Narbe mehr erkennen können.

Treten starke Schmerzen oder Nachblutungen auf, sollten Sie direkt den Arzt aufsuchen. Das sollten Sie ebenfalls tun, wenn Sie Fieber bekommen. Die chirurgische Entfernung einer Warze birgt die Gefahr, dass eine Entzündung auftritt, die Fieber verursacht. Gehen Sie immer zum Arzt, wenn Sie sich unsicher sind. Vielleicht lassen sich auch Fragen am Telefon klären.

So beugen Sie vor

Neben dem Aufbau des Immunsystems gibt es mittlerweile einen HPV-Impfstoff gegen die Viren der Feigwarzen. Gegen andere Warzenviren gibt es noch keinen Impfschutz. Sie können aber das Risiko der Ansteckung mindern, indem Sie sich einfache hygienische Regeln zu Hilfe holen. Dazu gehört das mehrmalige Händewaschen am Tag mit Seife. Sind Sie in Saunen oder Schwimmbädern unterwegs, sollten Sie nicht barfuß laufen.

Die chirurgische Entfernung einer Warze kann laut Experten fast jeder durchführen lassen. Der Hautarzt wird Sie darüber allerdings gründlich aufklären. Ebenso sollten rund um das Operationsgebiet keine Entzündungen bestehen oder infektiöse Hautveränderungen. Leider übernimmt die Krankenkasse die chirurgische Entfernung einer Warze nur, wenn die Gefahr besteht, dass es sich um eine entartete Warze handeln könnte. Handelt es sich um einen kosmetischen Eingriff, werden die gesetzlichen Krankenkassen die chirurgische Entfernung einer Warze nicht übernehmen.